Andreas Lutz kandidiert für den Steinacher Gemeinderat und wagt den Sprung von der Theaterbühne aufs politische Parkett

Andreas Lutz engagierte sich beim Steinacher Jubiläumstheater «Wasserland». Nun will er Gemeinderat werden.

Jolanda Riedener
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Solidarität, Sicherheit, Nachhaltigkeit: Für diese Werte steht das Steinacher Urgestein Andreas Lutz ein.

Solidarität, Sicherheit, Nachhaltigkeit: Für diese Werte steht das Steinacher Urgestein Andreas Lutz ein.

Bild: Jolanda Riedener

Seit 42 Jahren lebt Andreas Lutz in Steinach, seit einigen Jahren ist er auch Bürger von hier. Der 53-Jährige sei schon mehrmals von verschiedenen Seiten angefragt worden, ob er sich nicht im Gemeinderat engagieren wolle. «Bisher hat es beruflich nicht gepasst, weil die zeitliche Flexibilität fehlte», sagt Lutz.

Mit seinem Job als Arbeitssicherheitsbeauftragter, den er seit Herbst 2019 beim kantonalen Tiefbauamt ausführt, passt es nun.

«Die neu gewonnene Flexibilität lässt es zu, dieses Amt auszuüben.»

Durch seine Beschäftigung beim Tiefbauamt gebe es Wissenssynergien, die er als Gemeinderat nutzen könne.

Der Kandidat Andreas Lutz erhält gleich mehrere Mitbewerber: Neben den drei bisherigen Gemeinderäten, die erneut kandidieren, wollen ausser ihm sieben weitere Kandidatinnen und Kandidaten einen der beiden vakanten Sitze beerben. Gründe, weshalb sich so viele für den Gemeinderat interessieren, gibt es für Lutz mehrere. Vielleicht habe man während des Lockdowns Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Allenfalls habe es auch mit dem Wechsel des Gemeindepräsidenten zu tun.

Auch die Sache mit dem fehlerhaften Gemeindebudget, weshalb die Geschäftsprüfungskommission (GPK) Einsprache erhoben hatte, sei vielleicht ein Grund dafür, dass sich viele im Gemeinderat engagieren wollen. Lutz sagt:

«Es ist ein Fehler passiert, aber sicher nicht mit Absicht.»

Dieser sei wohl in der internen Kommunikation passiert und sei möglicherweise auf die erhöhte Arbeitsbelastung und die zwischenzeitlich knappen Ressourcen auf der Gemeinde zurückzuführen.

Mit dem Jubiläumsjahr kamen die Gelüste fürs Amt

«Um im Gemeindegremium mitarbeiten zu können, braucht es keine Partei», sagt Andreas Lutz. Er fühle sich dennoch Mitteparteien nah und möchte seine Erfahrung uneingeschränkt einbringen.

Lutz ist stark ins lokale Vereinsleben eingebunden: Rund 30 Jahre ist er Mitglied beim Volleyballclub Steinach, 15 Jahre war er Nachwuchstrainer. Seine Passion für das Laienschauspiel hat er vor einigen Jahrzehnten in der Jungmannschaft Steinach entdeckt. Zur Weiterführung der Theaterabende hat er 2002 den Theaterverein mitbegründet und ist seither dessen Präsident. Seine Leidenschaft zu Theater und Gesang konnte er beim Musiktheater «Wasserland» anlässlich des 1250-jährigen Dorfjubiläums ausleben.

Durch seine Vereinstätigkeit stand er regelmässig in Kontakt mit den Gemeinderäten. Eine Zusammenarbeit könne er sich gut vorstellen. Sollte er gewählt werden, wolle er bestehende Ideen weitertragen. Auch den Kontakt zu den Bürgern auf Augenhöhe wolle er halten und für deren Anliegen ein offenes Ohr haben. Die Gemeinde gelte es weiterzuentwickeln. Baulich unter anderem im Zentrum. Auch die neue Turnhalle sei ein gutes Projekt. Lutz sagt:

«Steinach hat mir viel gegeben, ich will in den Gemeinderat, um etwas zurückzugeben.»

Er wolle sein Wissen und seine Erfahrung einbringen. Das sei ihm insbesondere im Jubiläumsjahr klar geworden.

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