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Kongressstadt St.Gallen: An fehlenden Betten soll’s nicht scheitern

Mit der geplanten Halle auf der überdachten Autobahn wollen die Olma-Messen mehr Kongresse und grössere Veranstaltungen nach St.Gallen holen. Davon profitierte auch die städtische Hotellerie.
Marion Loher
Östlich des Bahnhofs St. Fiden entsteht das «Ibis Styles», ein Hotel mit 104 Zimmern. Eröffnet wird im Herbst 2020. (Bild: Benjamin Manser)

Östlich des Bahnhofs St. Fiden entsteht das «Ibis Styles», ein Hotel mit 104 Zimmern. Eröffnet wird im Herbst 2020. (Bild: Benjamin Manser)

Die Euphorie rund um die neue Olma-Halle 1 ist gross. Mit ihr wollen die Olma-Messen die Stadt St. Gallen einen «grossen Schritt» weiterbringen. Zwar dauert es noch mindestens vier Jahre, bis die 9000-Quadratmeter-Halle auf der überdachten Autobahn A1 erstellt werden kann, aber schon heute weckt sie Hoffnungen.

Die geplante Halle eröffne den Olma-Messen neue Möglichkeiten, sagte der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der von Amtes wegen Präsident der Genossenschaft Olma-Messen ist, kürzlich in dieser Zeitung. Zum einen könnten grössere Kongresse als heute durchgeführt werden, zum anderen mehrere kleine und mittelgrosse gleichzeitig. Olma-Direktor Nicolo Paganini sagte, dass die neue Halle sowohl für die Stadt als auch für die Region von Bedeutung sei. Mit ihr könne sich St.Gallen als Kongressstadt entwickeln.

Mehr Hotelbetten als noch vor fünf Jahren

Von neuen Kongressbesucherinnen und -besuchern würde unter anderem auch die Hotellerie der Stadt profitieren. «Für uns sind vor allem grosse Kongresse wichtig», sagt Michael Vogt, Präsident der Hotels St. Gallen-Bodensee. Davon hätten alle Hotels in der Stadt und in der Agglomeration etwas. Aus diesem Grund unterstützt der Hotelierverein der Destination St. Gallen-Bodensee auch den Bau der neuen Olma-Halle 1. «Kleinere Anlässe sind eher auf die lokale Bevölkerung oder auf Firmen ausgerichtet. Davon profitiert die Hotellerie nur im kleinen Rahmen.» Ähnlich sieht es Tobias Treichler, Vizedirektor von St. Gallen-Bodensee Tourismus. «Für die Hoteliers bedeutet das Projekt mehr Auslastung, da zusätzlicher Raum für Kongresse und Veranstaltungen gebaut wird», sagt er. Für die Region sowie die Stadt sei die geplante Halle ein «Meilenstein» in der Weiterentwicklung des Messeangebots. «Die Nachfrage nach Veranstaltungsorten ist grösser als das Angebot.»

Ist die städtische Hotellerie bettenmässig auch auf grössere Kongresse und mehr Gäste vorbereitet? Vor sechs Jahren verliess der Brustkrebskongress den Standort St. Gallen gerade wegen fehlender Hotelbetten. Ein Jahr später tat es ihm der Darmkrebskongress gleich. Aus demselben Grund. Die Verluste schmerzten St. Gallen als Kongressstadt.

«Die städtische Hotellerie hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt», sagt Treichler. Mittlerweile stünden rund 1050 Zimmer respektive 1700 Betten zur Verfügung. Nicht mitgerechnet ist dabei das Hotel Säntispark, das mit seinen 136 Zimmern auf Abtwiler Boden liegt. «Ab 2020 kommen etwa 200 Hotelzimmer dazu», fügt der Vizedirektor von St. Gallen-Bodensee Tourismus an und bezieht sich dabei auf den Um- und Erweiterungsbau des «Walhalla», den Ausbau des Hotels City Weissenstein sowie die Eröffnung des «Ibis Styles»-Hotels. Letzteres wird sich im Geschäftshaus Vier Winkel einmieten, das östlich des Bahnhofs St. Fiden entsteht – unweit des Olma-Areals. Das «Ibis Styles» beabsichtigt, einen Betrieb mit insgesamt 104 Zimmern zu eröffnen. Damit gehört es zu den grösseren Hotels auf städtischem Boden. Eröffnet wird im Herbst 2020.

Kongresse für höchstens 2000 Teilnehmende

«Die zusätzlichen 200 Zimmer helfen uns mit Sicherheit, im Zusammenhang mit der neuen Olma-Halle grössere Kongresse nach St. Gallen zu holen», sagt der Präsident der Hotels St. Gallen-Bodensee, Michael Vogt.

«Uns ist es ein grosses Anliegen, dass St.Gallen zu den führenden Tagungsstandorten der Schweiz zählt.»

Er ist der Meinung, dass nach der Eröffnung respektive Erweiterung der drei Hotels der städtische Markt gesättigt ist und es vorerst keine weiteren Hotels braucht.

Für den Vizedirektor von St. Gallen-Bodensee Tourismus bedeutet der Bau der neuen Halle nicht unbedingt, dass automatisch grössere Kongresse akquiriert werden. Die Olma-Halle 1 soll vor allem während der Messen Platz für Parallelveranstaltungen bieten. «Gerade die Monate Februar, April und Oktober, wenn die Tier&Technik, die Offa und die Olma stattfinden, sind für Kongresse und Generalversammlungen sehr beliebt», sagt Treichler. Zurzeit könnten in dieser Zeit keine Veranstaltungen gehostet werden. «Im Kongressbereich muss man sich aufgrund der Bettensituation wohl weiterhin auf die Grösse von etwa 1500, allenfalls 2000 Teilnehmenden konzentrieren.»

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