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Am Rorschacher Bahnübergang Bellevue werden öfter Signale missachtet

Immer wieder bleiben in der Region Rorschach Autos und Lastwagen auf Bahnübergängen stecken. In diesem Jahr gab es bereits mehrere Meldungen. Die SBB bestätigen: Besonders beim Übergang an der Rorschacher Hauptstrasse gibt es vermehrt Vorfälle.
Martin Rechsteiner
Der Rorschacher Bahnübergang Bellevue. Im März 2016 knickte ein Lastwagen die Schranke. (Bild: res)

Der Rorschacher Bahnübergang Bellevue. Im März 2016 knickte ein Lastwagen die Schranke. (Bild: res)

Sie gehören zur Stadt Rorschach, bei vielen Autofahrern sind sie allerdings verhasst: die zahlreichen Bahnübergänge samt Barrieren. Sie sind für Verkehrsteilnehmer manchmal eine wahre Geduldsprobe. Passieren mehrere Züge nacheinander die Übergänge, bleiben die Barrieren dazwischen meist unten. Das gilt je nachdem auch dann, wenn es zu Verspätungen kommt. Dass der Verkehr dann über zehn Minuten vor geschlossener Schranke steht, kann vorkommen.

Vorfall vor zwei Wochen

Gut möglich, dass manche Verkehrsteilnehmer mit kleinem Zeitbudget das Risiko längerer Warterei nicht eingehen wollen und aufs Gas drücken, wenn sie sehen, dass sich die Barrieren senken. Doch ganz abgesehen davon, dass es verboten ist, bei blinkendem Signal einen Bahnübergang zu überqueren, kommt das auch nicht immer gut. Besonders in diesem Jahr häufen sich die Berichte von Auto- und Lastwagenfahrern, die bei diesem Versuch stecken bleiben. So war laut «20 Minuten» vor zwei Wochen in der Hafenstadt eine Lenkerin mit dem Auto zwischen Schranken gefangen. Ähnliches ereignete sich im Januar, im März sowie mehrmals im Juni. Gröbere Unfälle gab es dabei nicht, die Züge konnten entweder rechtzeitig stoppen oder die fehlbaren Lenker ihre Fahrzeuge weit genug von den Schienen wegbringen. Manchmal musste dabei eine Barriere daran glauben.

Zug raste in Sattelschlepper

Weniger glimpflich davon kam ein Lastwagenfahrer 2013 in Goldach. Auch er geriet zwischen die Barrieren. Ein Thurbo aus der Richtung Romanshorn zerlegte daraufhin seinen Sattelschlepper, der leere Dosen geladen hatte. Auch das ging vergleichsweise glimpflich aus: Der Lastwagenfahrer konnte sich rechtzeitig retten, er und ein herbeeilender Helfer wurden durch herumfliegende Trümmer verletzt. Im Zug kam niemand zu Schaden.

Am Bahnübergang Rietli in Goldach blieb vor fünf Jahren ein Lastwagen stecken, der Zug konnte nicht mehr anhalten. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Am Bahnübergang Rietli in Goldach blieb vor fünf Jahren ein Lastwagen stecken, der Zug konnte nicht mehr anhalten. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Dass es im Umkreis von Rorschach zu mehr Vorfällen zwischen Strassenverkehr und Bahnschranken kommt als anderswo im Kanton, kann Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen nicht bestätigen – trotz der hohen Barrierendichte. «Uns sind nur sehr wenige Fälle bekannt. Bei jenen, die glimpflich verlaufen, erhalten wir aber oft keine Meldung.» Der Grund, weshalb die Polizei kaum gerufen werde, sei klar: «Wenn wir kommen, gibt es natürlich eine Busse für den Lenker.» Denn bei Missachtung eines Blinklichtsignals an einem Bahnübergang sieht die Bussenverordnung dieselbe Strafe vor wie beim Überfahren eines Rotlichts: 250 Franken.

"In Sicherheit Bringen, Notruf wählen"

Doch genau das Rufen der Polizei empfehlen die SBB den Lenkern, die zwischen Schranken geraten: «In so einem Fall sollte man sich sofort in Sicherheit bringen und den Notruf 117 wählen», sagt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi. Denn die Polizei verfüge über die Kontakte bei den SBB, um einen herannahenden Zug möglicherweise noch zu stoppen. «Am besten ist jedoch, die Strassenverkehrsregeln einzuhalten und das Fahrzeug bei entsprechendem Signal vor dem Bahnübergang zu stoppen. Denn Weiterfahren ist dann absolut lebensgefährlich», betont Pallecchi. Zu den Fällen in Rorschach sagt er: «Leider werden in jüngster Zeit beim Bahnübergang Bellevue öfter die roten Strassenverkehrssignale missachtet.»

Zwar verfügen die Schranken über einen Sensor, der Hindernisse auf dem Bahnübergang erkennen und Züge stoppen kann. «Wenn die Schranke beim Blinken mindestens zehn Sekunden keinen Gegenstand detektiert, beginnen die Schlagbäume sich zu senken», sagt Pallecchi. «Sobald sie schliessen, wird die Raumüberwachung ausgeschaltet. Würde der Schliessvorgang nicht so abgehandelt, würde beim Bahnübergang kaum mehr ein Zug fahren.»

Die Stadt Rorschach will die Barrieren-Situation schon länger mit Unterführungen am Stadtbahnhof entspannen.

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