Kommentar
St.Galler City-Manager: Am Geld darf’s nicht scheitern

Wann der City-Manager seine Arbeit aufnimmt, ist unklar. Klar scheint: Es braucht ihn. Zumindest hat sich das an sechs Foren des Projekts «Zukunft St.Galler Innenstadt» herauskristallisiert.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Dabei ging es um die Frage, wie dem Strukturwandel und dem veränderten Einkaufsverhalten wirksam begegnet werden kann. Einen City-Manager zu engagieren ist zwar nur eine von vielen Massnahmen, aber eine wichtige.

Ein konkretes Jobprofil gibt es noch nicht. Doch eine City-Managerin oder ein City-Manager muss vor allem um eines besorgt sein: Möglichst viele Kunden sollen wieder in die Innenstadt kommen, um die Gassen, Plätze, Läden und Restaurants zu beleben – und den Detailhändlern und Gastronomen Umsatz zu bescheren.

Der City-Manager muss vielen Herren dienen. Ob er bei der Stadt, Pro City, dem Gewerbe oder dem Tourismus angesiedelt oder losgelöst von ihnen operieren wird, ist offen. Am einfachsten und wirkungsvollsten wäre wohl eine eigenständige Organisation, weil so keine Interessengruppe eine Benachteiligung befürchten müsste.

Wäre noch das liebe Geld: Wer zahlt den Lohn des City-Managers? Das muss sich regeln lassen in einer Stadt, die im Kampf gegen das Ladensterben schweizweit eine Pionierrolle einnimmt. Am Geld darf’s nicht scheitern. Sonst wird aus Beachtung schnell Spott und Hohn.