Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ungewöhnliche Begegnung: Alphornklänge locken junge Füchse aus dem Bau

Beim Üben mit seinem Alphorn bekommt der Goldacher Dieter Mattis Besuch von zwei jungen Füchsen. Dass diese auf ein solches Instrument reagieren, ist auch für Wildhüter Mirko Calderara ungewöhnlich.
Ines Biedenkapp
Neugierig begutachten die beiden Jungfüchse das Alphorn. (Bild: Dieter Mattis)

Neugierig begutachten die beiden Jungfüchse das Alphorn. (Bild: Dieter Mattis)

Dieter Mattis aus Goldach ist leidenschaftlicher Alphornspieler. In seiner Freizeit können Spaziergänger dem 72-Jährigen daher mit seinem Instrument auf dem Rücken bei einer seiner Wanderungen nicht nur begegnen, sondern auch hören. Zusammen mit Jürg Sonderer und Edi Baumann gründete er gar die Alphorngruppe «Trio Ahorn». Zusammen sind sie oft in der Schwägalp unterwegs und erfreuen hauptsächlich Wanderer mit ihrem Alphornspiel.

Ende Juli war Dieter Mattis abends am Waldrand in Untereggen unterwegs: «Das Alphorn ist ein Instrument, dass man wirklich einmal am Tag üben sollte», sagt der Alphornspieler. «Daheim ist es allerdings nicht immer angebracht und daher geht man in die Natur. Und kurz vor der Dämmerung, ist es wirklich wunderbar».

Begegnung ereignete sich über mehrere Abende

Er dachte, er wäre alleine unterwegs, packte wie so oft sein Alphorn aus und begann zu spielen, als es ihm Busch neben ihm raschelte. Heraus kam ein junger Fuchs.

«Das war etwas ganz Spezielles», sagt Mattis. Neugierig inspizierte der junge Rotfuchs das Alphorn und setzte sich nicht weit von Dieter Mattis entfernt hin und hörte beim Spiel zu. «Es sass keine zwei Meter von mir entfernt», sagt der Alphornbläser. Ein schneller Griff in die Brusttasche und das Handy war gezückt. Daher konnte die Begegnung als Foto festgehalten werden.

Am nächsten Tag ging Dieter Mattis zur gleichen Stelle. Auch an diesem Abend hatte er sein Alphorn dabei und begann zu spielen. Doch dieses Mal kamen nicht ein, sondern gleich zwei junge Füchse aus dem Gebüsch. «Sie waren sehr neugierig», erzählt der Goldacher, der überhaupt nicht damit gerechnet hatte, gleich zwei so ungewöhnliche Zuhörer zu haben. Die beiden steckten ihre Nase auch einmal kurz in das Alphorn hinein, um es noch genauer zu inspizieren.

Die Musikanten Jürg Sonderer, Dieter Mattis (Mitte) und Edi Baumann sind Füchse als Zuhörer nicht gewöhnt. )Bild. pd)

Die Musikanten Jürg Sonderer, Dieter Mattis (Mitte) und Edi Baumann sind Füchse als Zuhörer nicht gewöhnt. )Bild. pd)

Normalerweise hören Wanderer zu

«So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt der Naturliebhaber. Dieter Mattis ist es zwar gewohnt, dass Leute bei den Wanderungen stehen bleiben und dem Spiel des Alphorns lauschen, doch Füchse waren ihm neu. «Aber das zeigt mir, dass die Schwingungen des Alphorns für Füchse, oder Tiere insgesamt etwas Wohltuendes haben müssen», ist der Goldacher überzeugt.

Auch für Wildhüter Mirko Calderara ist die Begegnung ungewöhnlich. «Es kann schon vorkommen, dass Menschen Füchse anfüttern und diese dann die Scheu verlieren», sagt er. «Doch dass zwei junge Füchse ein Alphorn begutachten, ist auch mir noch nicht untergekommen.» Junge Füchse sind zwar für ihre Neugierde bekannt, warum sie jedoch auf die Töne des Alphorns reagierten, kann Mirko Calderara nicht erklären, da Füchse eher auf Laute von Beutetieren wie Mäusen reagieren würden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.