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In Gossau sollen alle Familienangebote unter einem Dach vereint werden

Die Planung für ein Familienzentrum in Gossau schreitet voran. Derzeit sucht die zuständige Arbeitsgruppe nach einem möglichen Standort.
Perrine Woodtli
Mit einem Familienzentrum sollen vor allem junge Familien unterstützt werden. (Bild: Getty)

Mit einem Familienzentrum sollen vor allem junge Familien unterstützt werden. (Bild: Getty)

Zwei Jahre ist es her, seit sich Stadträtin Helen Alder Frey auf die Fahne geschrieben hat, in Gossau ein Familienzentrum zu realisieren. Anfang 2018 erliess der Stadtrat schliesslich die Strategie «Frühe Kindheit» und den Projektauftrag zur Prüfung eines Familienzentrums. In diesem sollen sämtliche Angebote und Dienste für junge Familien miteinander vernetzt und koordiniert werden. Bei den vielen Angeboten wie etwa dem Muki-Turnen, der Elternbildung, der Ludothek oder dem schulpsychologischen Dienst verlieren Eltern schon einmal den Überblick. Helen Alder will deshalb alles unter einem Dach vereinen.

Im März 2018 hat sie das Projekt gestartet. Zahlreiche Treffen und Workshops haben seither stattgefunden. Die Arbeitsgruppe, die das Konzept für ein Familienzentrum ausgearbeitet hat, setzt sich aus sieben Personen zusammen. Nebst Helen Alder Frey sind auch Jigme Shitsetsang (Leiter Soziales), Roswitha Hanselmann (Spielgruppe Bärenhüsli), Damaris Axelrod (Mütter- und Väterberatung Gossau), die Heilpädagogin Christine Barone und die Hebamme Priska Breitenmoser Teil der Gruppe. Die externe Projektleiterin ist Katja Breitenmoser.

Inspiration in anderen Familienzentren gefunden

Die Arbeitsgruppe hat sich 2018 intensiv mit dem Projekt auseinandergesetzt. Zu den Höhepunkten gehören für Helen Alder die Besuche dreier Familienzentren in Buchs, Rapperswil-Jona und Lichtensteig. «Das war das Beste, was wir machen konnten. Mit den Besuchen erhielten wir konkrete Vorstellungen.» Die drei Zentren seien sehr verschieden und hätten gezeigt, wie viele Möglichkeiten es gibt. «Die Besuche waren spannend und ich war beeindruckt, wie die Verantwortlichen alles regeln.» Die Augenscheine haben Alder noch mehr darin bestärkt, dass Gossau ein Familienzentrum braucht.

Helen Alder Frey, Gossauer Stadträtin (Bild:Michel Canonica)

Helen Alder Frey, Gossauer Stadträtin (Bild:Michel Canonica)

Die Arbeitsgruppe hat daraufhin das minimale Angebot für das Gossauer Familienzentrum festgelegt. So soll es ein offenes Café als Begegnungsort mit einer Infotheke geben. Zudem soll die Spielgruppe im Zentrum untergebracht werden. Weiter will man einen Raum für Organisationen, die nicht im Haus eingemietet sind, bereitstellen. Dort könnten Kurse stattfinden. Ein weiteres Muss ist die Unterbringung der Mütter- und Väterberatung. «Wir würden uns zudem wünschen, dass sich Hebammen im gleichen Haus befinden», sagt Alder. Dies ist im Vergleich zu den anderen Punkten aber keine zwingende Voraussetzung dafür, dass das Zentrum realisiert werden kann.

Ziel ist es, so viel wie möglich unter einem Dach zu vereinen. Alder nennt ein Beispiel: Wenn eine schwangere Frau ins Familienzentrum kommt, weil sich ihre Hebamme dort befindet, wird sie gleich auf alle Familienangebote in Gossau aufmerksam und findet alles im selben Gebäude.

«Je mehr wir in das Haus packen können, desto besser.»

Die Finanzierung ist noch offen

Was alles im Gossauer Familienzentrum möglich sein könnte, hängt vom Raumangebot ab. Der Fokus der Arbeitsgruppe liegt derzeit auf der Standortsuche. Mindestens 150 Quadratmeter sind nötig. «Aber das wäre das absolute Minimum.» Wichtig sei, dass das Haus an einem zentralen Ort liege und mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sei. «Es wäre zudem schön, wenn es draussen einen Spielplatz hätte.»

Die Arbeitsgruppe hat drei Objekte als Favoriten ins Auge gefasst. Um welche es sich dabei handelt, möchte Alder noch nicht sagen. «Wir werden die Gebäude nun prüfen.» Parallel zur Standortsuche soll dieses Jahr der Trägerverein gegründet werden.

Ob dereinst wirklich ein Familienzentrum in Gossau steht, hängt von den Finanzen ab. Der Kanton unterstützt die Einrichtungen finanziell. Und die Organisationen, die ins Haus einziehen würden, sollen Miete bezahlen. «Je nachdem, wie teuer diese ist, muss der Stadtrat schauen, wie viel er von den Kosten übernimmt», sagt Alder.«Und je nachdem, um was für einen Betrag es sich handelt, ändert sich der politische Prozess.»

Man müsse weiterhin vieles prüfen, bis man wisse, ob und wie das Zentrum finanziert werden könne. Die Projektarbeit sei 2018 sehr intensiv gewesen, sagt Alder. «Und auch dieses Jahr gibt es viel zu tun. Aber es ist ein schönes Projekt und es macht Freude.»

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