Alle paar Minuten eine Sternschnuppe: Über dem Bodensee gibt es ein besonderes Naturspektakel zu sehen

Gegen 180'000 Stundenkilometer schnell rasen die Sternschnuppen der Lyriden in die Erdatmosphäre und verglühen am Himmel. Seit dem 16. April sind sie in wolkenlosen Nächten über der Ostschweiz zu sehen.

Rudolf Hirtl
Merken
Drucken
Teilen
Sternschnuppen am Himmel beim Blick vom St.Anton auf das Rheintal.

Sternschnuppen am Himmel beim Blick vom St.Anton auf das Rheintal.

Bild: Tino Dietsche

Den Höhepunkt erreichte der Schwarm der Himmelskörper in der Nacht auf Mittwoch. Zu sehen sind sie dieses Jahr im Zeitraum vom 16. bis 25. April.

Reste des Kometen Thatcher

Die Lyriden sind nach dem Sternbild Leier (lat.: Lyra) benannt, dem sie zu entspringen scheinen. Dies ist aber nur perspektivisch. Tatsächlich kreuzt die Erde in der Sonnenumlaufbahn zu dieser Zeit Reste des im Jahr 1861 entdeckten Kometen Thatcher.

Um diese nur kurz aufflammenden Sternschnuppen mit der Kamera zu erwischen, braucht es Geduld, Ausdauer und ein Stativ.

Um diese nur kurz aufflammenden Sternschnuppen mit der Kamera zu erwischen, braucht es Geduld, Ausdauer und ein Stativ.

Bild: Tino Dietsche

Auch heute Nacht sind einzelne zu sehen

Den sternenklaren Himmel genutzt hat OT-Fotograf Tino Dietsche. «Alle paar Minuten war eine Sternschnuppe zu sehen», sagt der Goldacher , der augenzwinkernd einräumt, dass er momentan mit wenig Schlaf auskommt.

Milchstrasse und Sternschnuppe der Lyriden.

Milchstrasse und Sternschnuppe der Lyriden.

Bild: Tino Dietsche