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Paul Bühlers Abgang als Gemeindepräsident dominiert das Mörschwiler Fasnachtsprogramm

Ab Freitag gibt die Mörschwiler Adlerbruet ihr Programm zu Besten. Die Schnitzelbänkler nehmen neben aktuellen Trends auch den Gemeindepräsidenten aufs Korn.
Oliver Schneider
Peter Zingg tritt als Herr Löseler auf. (Bild: Benjamin Manser)

Peter Zingg tritt als Herr Löseler auf. (Bild: Benjamin Manser)

Wenn die Meinungsfreiheit wieder einmal bis ans Äusserste ausgereizt wird, dann ist in Mörschwil die fünfte Jahreszeit angebrochen. Schon zum 35. Mal laden die Fasnächtler der Adlerbruet zum alljährlichen Maskenball in den Adlersaal. Wie jedes Jahr werden viele Mörschwiler der Einladung folgen, rund 700 Besucher werden erwartet. Alle wollen wissen, welche Peinlichkeiten und Pannen die Schnitzelbänkler auftischen und über welche brisanten politischen Themen sich die Fasnächtler dieses Jahr auslassen.

Der Häuptling arbeitet nur einen halben Tag

Das Abtreten des «Häuptlings von Mörschwil» zieht sich als roter Faden durch das Programm. Die Amtsdauer von Gemeindepräsident Paul Bühler geht langsam aber sicher zu Ende. So lassen es sich die Adlerbrüeter nicht nehmen, sich ausgiebig über den gemütlichen Alltag des Häuptlings auszulassen. Als Redaktoren des Mörschwiler Mitteilungsblatts stellen sich Pascal Zweifel und Matthias Rutzer auch gleich selbst für das Amt zur Verfügung. Sie könnten ruhig einen halben Tag pro Woche für den Job entbehren.

Als Abwechslung bringt «der Mann mit dem Hund» ein paar internationale Themen auf den Plan. Unter anderem kommt der Klimawandel zur Sprache. Von manchen werde er als Fake-News abgestempelt. «Denken ist allen erlaubt, aber einigen bleibt es eben erspart.»

Neben den erfahrenen Fasnächtlern steht auch der Nachwuchs wieder auf der Bühne. Die drei jüngeren Semester nehmen die Influencer einmal genauer unter die Lupe. Dummerweise gab es ein kleines Missverständnis und der Beitrag dreht sich grösstenteils um die Grippe.

Heitere Stimmung an der Hauptprobe

Seit 35 Jahren schafft es die Fasnachtsgesellschaft, das 3500-Einwohner-Dorf mit ihren Ideen zu begeistern. 25 eingefleischte Mörschwiler stellen unter der Regie von Martin Egli die abendfüllende Aufführung auf die Beine. «Bei der Hauptprobe am Mittwoch haben wir das Ganze zum ersten Mal zusammengesetzt», sagt Egli. Davor habe sich die Adlerbruet lediglich viermal getroffen, um das Programm zu besprechen. Nichtsdestotrotz: Die Pointen sitzen. An der Hauptprobe herrscht eine ausgelassene Stimmung. Obwohl die Fasnächtler die Aufführung sicherlich nicht zum ersten Mal sehen, ertönt in regelmässigen Abständen lautstarkes Gelächter.

Der Ehrenmöbu wird ausgebrütet

Die Türen zum Mörschwiler Adlersaal öffnen sich am Freitag sowie am Samstag um 18.30 Uhr. Am Ende des Abends wird der diesjährige Ehrenmöbü ausgebrütet, ein Mörschwiler, der eine fasnachtswürdige Leistung vollbracht hat. Danach sorgen Guggenmusiker und ein DJ für Stimmung. Die Zuschauer seien herzlich eingeladen, sich zu verkleiden.

Freitag und Samstag, 19.30 Uhr: Bühnenprogramm im Adlersaal. Türöffnung: 18.30 Uhr. Am Samstag mit Maskenball

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