Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ältester Ostschweizer am Engadiner Skimarathon: «Es ist wie eine Autobahn durchs Engadin»

Robert Zwinggi hat 1969 schon am ersten Engadiner Skimarathon teilgenommen. Dieses Jahr ist der 87-jährige Gossauer das letzte Mal angetreten.
Jessy Nzuki
Robert Zwinggi, alt Kantonsrat und ältester Ostschweizer Teilnehmer am Engadiner 2019. Bild: PD

Robert Zwinggi, alt Kantonsrat und ältester Ostschweizer Teilnehmer am Engadiner 2019. Bild: PD

Am 51. Engadiner Skimarathon sind rund 14'000 Sportler gestartet. Den 959. Rang im Halbmarathon hat Robert Zwinggi belegt. Der 87-Jährige ist der älteste Ostschweizer, der den Halbmarathon absolviert hat. In zwei Stunden und 32 Minuten hat der Langläufer die 21 Kilometer gemeistert. Es ist für ihn nicht das erste Mal: Der Gossauer war einer der 945 Teilnehmer, die am ersten Engadiner Skimarathon im Jahre 1969 gestartet sind.

Sind Sie mit Ihrer Leistung zufrieden?

Robert Zwinggi: Ja, selbstverständlich. Ich bin mehr als zufrieden. Dieses Jahr machte ich zum 47. Mal beim Engadiner Skimarathon mit. Ich gehöre also zu den Giubilern, das heisst, ich bin Jubilar. Dazu gehören alle, die den Lauf schon 40 Mal mitgemacht haben. Sie erhalten eine kleine Sonderbehandlung. So durfte ich etwa im Hotel an der Wärme warten und erhielt eine besonders gute Startposition.

Haben Sie sich auf den Lauf vorbereitet?

Nicht spezifisch auf diesen Lauf, nein. Im Allgemeinen wandere ich viel. Vergangenen Sommer bin ich zum Beispiel sechsmal von Gossau zur Hundwiler Höhe gewandert. Auch trainiere ich im Fitnesscenter. Natürlich habe ich auch schlicht das Glück, nicht an gesundheitlichen Beschwerden zu leiden.

Welche Bedeutung hat denn das Langlaufen für Sie?

Es ist meine Hauptsportart im Winter, ich mache das ja schon seit 50 Jahren. Der Skimarathon im Engadin gehört zu meinem Jahresrhythmus dazu. Wenn er startet, bin ich dabei. Ich bin auch Mitglied beim SAC, dem schweizerischen Alpen-Club. Wenn es also nicht die Jahreszeit für die Ski ist, gehe ich Bergsteigen.

Was ist Ihnen in 50 Jahren Engadiner Skimarathon besonders in Erinnerung geblieben?

Natürlich bleibt einem der allererste Skimarathon im Jahre 1969 im Kopf hängen. Es war das erste Mal, dass in der Schweiz ein solcher Lauf stattfand. Fast 1000 Läufer haben daran teilgenommen.

Wie hat sich der Wintersport über die Jahre verändert?

Heute fahren die meisten Langläufer ja mit der sogenannten Skatetechnik. Das ähnelt dem Schlittschuhlaufen. Früher ist man diagonal gelaufen, dafür braucht man mehr Platz. Ich laufe in diesem klassischen Stil. Für uns gibt es eine Sonderspur. Auch sind die Loipen heutzutage besser präpariert. Sie wurden früher schon auch vorbereitet, doch mittlerweile ist das ja wie eine Autobahn durch das Engadin.

Darf man annehmen, dass Sie auch im nächsten Jahr wieder starten werden?

Nein, dieses Jahr war für mich der letzte Lauf. Eigentlich hätte der 50. Engadiner Skimarathon im vergangenen Jahr den Abschluss bilden sollen, doch wegen eines Unfalls konnte ich nicht teilnehmen. Darum wollte ich dieses Jahr einen würdigen Abschluss hinlegen. Nach diesem Lauf war’s das für mich, obwohl man ja nie wissen kann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.