Abstimmungen

Neues Schulhaus und Rauchgasreinigung: Zweimal sehr deutliches Ja in der Stadt St.Gallen

Die Stadtsanktgallerinnen und Stadtsanktgaller geben grünes Licht für den Neubau des Schulhaus Riethüsli und die Erneuerung der Rauchgasreinigung im Kehrichtheizkraftwerk.

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Die Rauchgasreinigung im Kehrichtheizkraftwerk kann erneuert werden.

Die Rauchgasreinigung im Kehrichtheizkraftwerk kann erneuert werden.

Bild: Benjamin Manser

(vre) Die Stimmberechtigten der Stadt St.Gallen heissen am Sonntag zwei Sachvorlagen mit sehr deutlichen Ja-Mehrheiten gut. Der Kredit von 47,8 Millionen Franken für den Neubau des Schulhaus Riethüsli wird mit 18’582 Ja (83,6 Prozent der Stimmen) gegen 3’656 Nein angenommen. Das Ja zur Erneuerung der Rauchgasreinigung im Kehrichtheizkraftwerk für 17,7 Millionen Franken fällt wie erwartet noch deutlicher aus als jenes zum Schulhaus-Neubau: Dazu sagen am Sonntag 20’893 (93,5 Prozent) der Stimmenden Ja und nur 1’449 Nein.

Beide Vorlagen waren unbestritten

Im Vorfeld des Abstimmungswochenendes waren beide städtischen Sachvorlagen unbestritten geblieben. Entsprechend sind die beiden sehr klaren Ja keine Überraschung. Dass der Ja-Stimmenanteil beim Schulhaus-Neubau im Riethüsli tiefer liegen würde als jener bei der Rauchgasreinigung, war ebenfalls erwartet worden: Die Höhe des Baukredits von 47,8 Millionen fürs Riethüsli hatte nämlich im politischen Entscheidungsprozess da und dort Stirnrunzeln ausgelöst. Letztlich wurde aber die Erklärung der städtischen Baudirektion dafür ganz offensichtlich akzeptiert: Sie hatte argumentiert, die Vorbereitungsarbeiten für den Neubau seien teurer als üblich, das Projekt umfasse erheblich mehr als nur ein Primarschulhaus und müsse erst noch in schwieriger Topografie erstellt werden.

Das heutige Schulhaus Riethüsli.

Das heutige Schulhaus Riethüsli.

Bild: Ralph Ribi

Ein Ja-Stimmenanteil von 83,6 Prozent ist für eine Bauvorlage nicht nur überaus deutlich, er ist in dieser Höhe auch eher selten. Das gilt insbesondere auch für eine Bauvorlage, die fast 50 Millionen Franken kostet. Das Duo aus Baudirektorin Maria Pappa und Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner, das die Vorlage im Vorfeld der Abstimmung seitens der Stadt öffentlich vertrat, hat ganze Überzeugungsarbeit geleistet.