Abstimmung
Zukunft des Sonnenrain ist geregelt: Wittenbacherinnen und Wittenbacher sagen deutlich Ja zum Schwimmbadkredit

Die Wittenbacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben am Sonntag über die Zukunft des Schwimmbads Sonnenrain abgestimmt und mit einem Ja-Anteil von über 80 Prozent einen jährlich wiederkehrenden Kredit in der Höhe von 680'000 Franken genehmigt. Das Schwimmbad wird somit weiterhin von der Schwimmbadgenossenschaft betrieben.

Perrine Woodtli
Drucken
Teilen
Das Schwimmbad Sonnenrain in Wittenbach wurde in den 1970er-Jahren gebaut.

Das Schwimmbad Sonnenrain in Wittenbach wurde in den 1970er-Jahren gebaut.

Ralph Ribi

«Das wäre ein Fiasko», antwortete Oliver Gröble vor rund einem Monat auf die Frage, was passieren würde, wenn die Wittenbacherinnen und Wittenbacher den Kredit für das Schwimmbad Sonnenrain bachab schicken. Dann würden die Grundlagen fehlen, das Schwimmbad weiterhin zu finanzieren. «Es müsste schliessen.»

Nun kann sich der Gemeindepräsident entspannen: Die Stimmbevölkerung hat sich mit grosser Mehrheit für die vom Gemeinderat und der Schwimmbadgenossenschaft vorgeschlagener Neuregelung des Schwimmbadbetriebes ausgesprochen und einen jährlich wiederkehrenden Kredit über 680’000 Franken zur Weiterführung des Schwimmbades genehmigt.

2273 Wittenbacherinnen und Wittenbacher legten ein Ja in die Urne, 516 ein Nein. Die Stimmbeteiligung liegt bei 47,9 Prozent.

Gemeindepräsident und Genossenschaftspräsident sind zufrieden

Oliver Gröble, Gemeindepräsident Wittenbach.

Oliver Gröble, Gemeindepräsident Wittenbach.

Michel Canonica

Gemeindepräsident Oliver Gröble zeigt sich zufrieden mit dem Abstimmungsresultat. «Ich freue mich über die grosse Zustimmung und sehe uns bestärkt, dass wir für die Neuregelung des Schwimmbadbetriebes eine Lösung umsetzen werden, die von der Bevölkerung unterstützt und getragen wird», wird er in einer Mitteilung der Gemeinde zitiert.

Bruno Brovelli, Präsident der Schwimmbadgenossenschaft.

Bruno Brovelli, Präsident der Schwimmbadgenossenschaft.

PD

Über das Resultat freut sich auch Bruno Brovelli, Präsident der Schwimmbadgenossenschaft. «Ich bin unheimlich froh, dass das Schwimmbad für Wittenbach, für die Schulen, die Bevölkerung und die Vereine erhalten bleibt», wird er in der Mitteilung zitiert. «Wir werden Führung des Betriebes weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen vornehmen.»

Baurechtsvertrag läuft aus

Die Abstimmung war nötig, weil der Betrieb des Schwimmbads Sonnenrain neu geregelt werden muss. Dieses wurde durch die Schwimmbadgenossenschaft Sonnenrain vor rund 50 Jahren gebaut. Die Gemeinde Wittenbach stellte das entsprechende Grundstück im Baurecht zur Verfügung, die Schwimmbadgenossenschaft übernahm den Betrieb. Der entsprechende Baurechtsvertrag läuft nun Ende 2021 aus.

Aufgrund des auslaufenden Baurechts stellte sich die Frage, wie die Zukunft des Schwimmbades aussehen soll. Aufgrund einer externen Analyse haben sich der Gemeinderat und die Schwimmbadgenossenschaft entschieden, dass das Schwimmbad künftig mittels Leistungsvereinbarung betrieben werden soll. Der Betrieb wird weiterhin durch die Schwimmbadgenossenschaft sichergestellt und die Gemeinde beteiligt sich finanziell mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 470’000 Franken.

Wie bis anhin wird die Gemeinde auch zukünftig Aufgaben für die Schwimmbadgenossenschaft übernehmen, diese der Genossenschaft jedoch nicht weiterverrechnen. Aus dem Betriebsbeitrag und dem Verzicht auf Einnahmen ergibt sich deshalb ein jährlicher Kredit von 680’000 Franken. Der Betriebsbeitrag von 470’000 Franken ist im Rahmen des Abstimmungskredits jedoch die einzige Aufwendung, die im Budget und Rechnung der Gemeinde enthalten ist und auch tatsächlich ausbezahlt wird.

Aktuelle Nachrichten