Abstimmung
Arnegg bekommt ein Schulhaus: Die Schulbürgerinnen und Schulbürger sagen klar Ja zum Neubau auf der grünen Wiese

Neubau in Arnegg oder Erweiterung in Andwil? Vor dieser Frage standen die Schulbürgerinnen und Schulbürger in Andwil und Arnegg. Nun ist klar: Sie sprechen sich für die erste Variante aus.

Michel Burtscher
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Auf dieser Wiese soll ein neues Schulhaus entstehen.

Auf dieser Wiese soll ein neues Schulhaus entstehen.

Bild: Ralph Ribi

Der Abstimmungssonntag endet in der Schulgemeinde Andwil-Arnegg mit einem deutlichen Ergebnis: Die Stimmberechtigten sind dem Antrag des Schulrates gefolgt und haben entschieden, dass in Arnegg ein neues Schulhaus gebaut werden soll. Sie haben dem Projektierungskredit in der Höhe von 670'000 Franken mit 881 Ja- zu 345 Nein-Stimmen zugestimmt. Die zweite Variante – ein Erweiterungsbau beim Schulhaus Ebnet in Andwil – wurde mit 450 Ja- zu 733 Nein-Stimmen abgelehnt.

Für die Schulgemeinde ist es ein Jahrhundertprojekt. Das Ziel ist es, mehr Schulraum zu schaffen. Denn dieser wird knapp: Die Schülerzahlen steigen, das Schulhaus Otmar (Baujahr 1870) in Andwil ist in die Jahre gekommen. Seit 2018 arbeitet der Schulrat am Projekt. Verschiedene Möglichkeiten und Standorte wurden skizziert und diskutiert, es gab unzählige Informationsveranstaltungen und drei Zwischenabstimmungen.

Die Grösse als eines der wichtigsten Argumente

Übrig blieben sind am Ende jene zwei Varianten, über die nun an der Urne abgestimmt wurde. Der Schulrat sprach sich einstimmig für den Neubau an der Weideggstrasse in Arnegg aus. Diese habe mehr Vor- als Nachteile. Eines der wichtigsten Argumente ist für den Schulrat die Grösse.

Mit dem Neubau gäbe es statt eines Riesen-Schulhauses «zwei Quartierschulhäuser mit überschaubarer Grösse». Das Schulhaus Ebnet habe schon seit längerem die kritische Grösse erreicht, so der Schulrat. Mit der Variante Andwil bekäme die Schulgemeinde auf Jahrzehnte hinaus eines der allergrössten Schulhäuser im Kanton.

Stimmberechtigte müssen nochmals über Thema abstimmen

Christoph Meier-Meier, Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg.

Christoph Meier-Meier, Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg.

Bild: Michel Canonica

Der Schulrat ist denn auch zufrieden mit dem Ausgang der Abstimmung, wie Schulratspräsident Christoph Meier-Meier sagt:

«Wir sind äusserst erfreut über das klare Resultat und danken der Schulbürgerschaft, dass sie den Argumenten sowie der Empfehlung des Schulrates gefolgt ist.»

Das eindeutige Ergebnis zeige auch, dass in dieser gesellschaftspolitisch sehr wichtigen Frage kein Graben durch die beiden Dörfern gehe und der Entscheid sowohl von Andwil als auch Arnegg getragen werde. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 47 Prozent, wobei die Mobilisierung in Andwil mit 51 Prozent deutlich höher war als in Arnegg mit 38.5 Prozent.

Der Entscheid vom Sonntag war nicht der letzte, den die Schulbürgerinnen und Schulbürger fällen müssen zu diesem Thema. Der Schulrat werde nun sofort die nächsten Schritte einleiten, sagt Meier. Sofern es keine Verzögerung gibt, können die Schulbürgerinnen und Schulbürger in etwa einem Jahr über das finale Projekt und den dazugehörenden Baukredit abstimmen. Bis die Bagger auffahren und irgendwann die ersten Schülerinnen und Schüler in Arnegg unterrichtet werden, wird es also noch ein bisschen dauern.

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