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Abgänge mit Misstönen: Im Quartierverein St.Georgen gab's gleich mehrere Wechsel

Der Quartierverein St.Georgen hat einen neuen Präsidenten und gleich fünf neue Vorstandsmitglieder. Andy Rechberger und Martin Boesch traten zurück – wohl unfreiwillig.
David Gadze
Gegen die Umgestaltung des Strassenbereichs beim Mühleggweier gibt es Widerstand aus dem Quartier. (Bild: Hanspeter Schiess (26. März 2018))

Gegen die Umgestaltung des Strassenbereichs beim Mühleggweier gibt es Widerstand aus dem Quartier. (Bild: Hanspeter Schiess (26. März 2018))

Das Raunen im Saal verriet, dass wohl nur die wenigsten der knapp 100 Anwesenden mit dieser Nachricht gerechnet hatten: An der Hauptversammlung des Quartiervereins St.Georgen vom Freitagabend gaben Präsident Andy Rechberger und Vorstandsmitglied Martin Boesch, zuständig für das Ressort Umwelt und Verkehr, ihre Rücktritte bekannt. Damit ging eine Ära zu Ende: Der ehemalige SP-Stadtparlamentarier Boesch gehörte seit April 1986 – also knapp 33 Jahre lang – dem Vorstand des Quartiervereins an und stand diesem von 1999 bis 2013 als Präsident vor. Rechberger war seit 2001 im Vorstand und seit 2013 Präsident.

Thomas Giger (Bild: Benjamin Manser)

Thomas Giger (Bild: Benjamin Manser)

Als neuen Präsidenten wählten die Mitglieder Thomas Giger. Martin Ruppeiner, Stephanie Meier und Maria Roth wurden im Vorstand bestätigt.

Zudem wählten die Mitglieder gleich fünf neue Personen in den Vorstand: Andrea Gahler, Maike Kittel, Bruno Brülisauer sowie den langjährigen CVP-Stadtparlamentarier Werner Ruppeiner, der im Januar zurückgetreten war, und Patrik Angehrn, Präsident der CVP/EVP-Fraktion im Parlament.

Unstimmigkeiten bei der Verkehrspolitik

In seiner Rede liess Martin Boesch durchblicken, dass die Wechsel im Vorstand nicht in Minne abliefen. Es sei «kein harmonischer Übergang», hielt er fest. Aus seinen Worten war herauszuhören, dass offenbar Unstimmigkeiten bei Fragen zur Verkehrspolitik zu den Rücktritten geführt hatten, etwa bezüglich Tempo 30 auf der St.Georgen-Strasse oder der Umgestaltung des Strassenbereichs beim Mühleggweiher.

Bei einer Befragung habe ein Grossteil der Quartierbewohner den Widerstand gegen diese Massnahmen befürwortet. «Wer das nicht akzeptiert, hat keine Legitimation, das Quartier in diesen Fragen zu vertreten.» Thomas Giger versicherte, dass es nicht im Sinne des Vorstands sei, etwas gegen die Massnahmen zu unternehmen und «die Autolobby aufblühen zu lassen». Einige der Neugewählten hätten schon früher dem Vorstand beitreten wollen, allerdings habe es bei der Zusammensetzung «einfach nicht gestimmt».

Die restlichen Traktanden waren schnell abgehandelt. Die Rechnung des Vorjahres schloss mit einem Minus von 2500 Franken – unter anderem wegen des Kaufs von Aktien der Mühleggbahn für 1000 Franken.

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