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Güsel bricht Gewohnheit: Gossauer bemängeln weite Wege zu den Unterflurbehältern

62 von 160 geplanten Unterflurbehältern in Gossau sind gebaut. Damit können Abfallsäcke an jedem Wochentag entsorgt werden. Allerdings müssen manche Einwohner dafür weitere Wege in Kauf nehmen.
Manuela Bruhin
An der Witenwisstrasse in Gossau gehören Unterflurbehälter schon zum Stadtbild. (Bild: Thomas Hary)

An der Witenwisstrasse in Gossau gehören Unterflurbehälter schon zum Stadtbild. (Bild: Thomas Hary)

Wer mit alten Gewohnheiten bricht, dem schlägt auch Kritik entgegen. Nicht anders sieht es mit den Unterflurcontainern der Stadt Gossau aus. Nach und nach werden die Quartiere mit den unterirdischen Behältern erschlossen. Von den insgesamt geplanten 160 Stück sind 62 bereits gebaut und 10 weitere bewilligt.

Die bisherigen Erfahrungen seien mehrheitlich positiv und erfreulich, wie Projektleiter Beat Lehmann erklärt. «Die Bewohner schätzen die Vorteile, die Abfallsäcke jederzeit entsorgen zu können.»

Die Stadt hofft auf Nachbarschaftshilfe

Jedoch brauche es auch ein gewisses Umdenken. Denn: Kritische Anrufe gingen bei den Stadtwerken ebenfalls einige ein. «In erster Linie ging es darum, dass die Leute nun den Weg zum nächstgelegenen Unterflurbehälter in Kauf nehmen müssen, um ihren Abfall zu entsorgen», sagt Lehmann.

Gerade für Betagte könne dies eine Herausforderung darstellen, der sich die Stadt bewusst sei. Man hoffe jedoch diesbezüglich besonders auf die Nachbarschaftshilfe. «Ganz im Sinne einer ganzheitlichen Lösung», sagt Lehmann. Auch mit einigen Gewohnheiten müsse gebrochen werden. Viele Gossauerinnen und Gossauer stellten bis anhin ihre Abfallsäcke erst nach 7 Uhr auf die Strasse, weil sie gewohnt waren, dass der Kehrichtwagen des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) erst später kommt. Damit läuft man nun Gefahr, dass die Säcke stehen bleiben. Denn: «Die Unterflurcontainer haben entsprechend zur Folge, dass der ZAB nicht mehr so viele herkömmliche Container mit Kehrichtsäcken leeren muss», so Lehmann. Also sei die Route früher beendet – Säcke, welche zu spät kommen, werden dann nicht mehr eingesammelt.

Positive Standortauswahl

Die Übergangsfrist zwischen den herkömmlichen Containern und den Unterflurbehältern bringt Herausforderungen. Vereinzelt wurde festgestellt, dass Bewohner ihre Abfallsäcke ins Auto einladen und anderswo in unterirdischen Behältern entsorgen. «Mit der Folge, dass einige übervoll waren, da das Grundkonzept nicht so viele Säcke vorgesehen hatte», sagt Lehmann.

Ansonsten sei man jedoch mit der Standortauswahl zufrieden. Umso erfreulicher, denn die gesamten Vorbereitungen und Bewilligungsverfahren seien sehr zeitintensiv. Gerade dann, wenn die Unterflurcontainer im Bereich von Stockwerkgemeinschaften entstehen sollen. Laut Lehmann braucht es dann die Unterschriften sämtlicher Eigentümer und eine bevollmächtigte Person für die Unterschrift auf dem offiziellen Baugesuch und dem Eintrag im Grundbuch der Stadt Gossau. Stellt sich nur ein Eigentümer gegen das Projekt, sei entweder Überzeugungsarbeit oder Warten angesagt. «Momentan haben wir es mit zwei solchen Fällen zu tun.» Die geltend gemachten Bedenken betreffen in erster Linie mögliche Lärm- und Geruchsimmissionen. «Bei den bereits erschlossenen Quartieren gab es keinerlei Beschwerden in diesem Bereich.»

Das Ziel sei, bis Ende 2019 die Unterflurcontainer flächendeckend in Gossau und Arnegg erstellt zu haben.

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