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Arbeiten am St.Galler Olma-Deckel beginnen: Ab Mitte Mai soll gepfählt werden

Für den Neubau der Olma-Halle 1 wird die St.Galler Stadtautobahn beim Ostportal des Rosenbergtunnels auf einer Länge von 200 Metern überdeckt. Die Arbeiten am 41,6 Millionen Franken teuren Deckel sind angelaufen, die Herausforderungen dabei riesig.
Reto Voneschen
Der Fuss- und Radweg zwischen Olma-Halle 1 und Autobahn: Die bis vor kurzem hier stehenden Bäume sind gefällt, bereits im Mai sollen hier Baumaschinen auffahren. (Bild: Reto Voneschen (22. April 2019))

Der Fuss- und Radweg zwischen Olma-Halle 1 und Autobahn: Die bis vor kurzem hier stehenden Bäume sind gefällt, bereits im Mai sollen hier Baumaschinen auffahren. (Bild: Reto Voneschen (22. April 2019))

Wer seit Ostern auf dem Fuss- und Veloweg am Rand des Olma-Geländes unterwegs ist, dem sticht mit Sicherheit sofort ins Auge, dass entlang des Splügenwegs zwischen Stadtautobahn und Rückseite der heutigen Olma-Halle 1, die hier bis vor kurzem noch üppig wuchernden Bäume und Büsche verschwunden sind. Dafür stehen neu an der Einmündung des Wegs in die Splügenstrasse Bäume in grossen Eisenkübeln.

Der Verkehr muss während der Bauphase rollen können

Bei den Olma-Messen und bei den fürs Vorhaben verantwortlichen Ingenieuren wird bestätigt, dass die Vorbereitungsarbeiten für den Olma-Deckel gestartet sind. Es sei wichtig, dass man zügig vorwärts machen könne, heisst es bei den Baufachleuten. Dies, weil die Arbeiten an der Überdeckung auf den Fahrplan der Autobahnsanierung abgestimmt werden müssten.

Das sei schon angesichts der Komplexität der beiden Bauvorhaben eine aufwendige Sache. Dazu komme, dass das Olma-Projekt ständig soweit sein müsse, dass es den Fahrplan des Astra aufnehmen könne. Dies, damit keines der Zeitfenster zur Ausführung von Arbeiten verpasst werde. Fürs Olma-Projekt gilt wie für die Autobahnsanierung: Der Verkehr soll während der Bauphase weitgehend rollen können.

Ein weiteres Thema beschäftigt derzeit die für den Olma-Deckel zuständigen Ingenieure: Sie müssen die Überdeckung im Detail noch aufs Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb für die neue Halle 1 abstimmen. Daran wird im Moment ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet. Wie, wenn die Planung der Bauausführung damit nicht schon kompliziert genug wäre, sind zwei weitere Rahmenbedingungen dabei zu berücksichtigen.

Einmal soll der Betrieb auf dem Olma-Messegelände durch die kommende Bautätigkeit so wenig als möglich tangiert werden. Zum anderen sollen die öffentlichen Strassen- und Wegverbindungen rund ums Areal möglichst lange offen gehalten werden. Resultat dieser Vorgaben sei «ein gewaltiger Koordinationsbedarf», heisst es bei den Verantwortlichen.

Bauzäune, Werkleitungen und erste Betonarbeiten

Das ist auch der Grund dafür, dass die Vorarbeiten für die Autobahn-Überdeckung jetzt möglichst zügig angegangen werden. In der aktuellen Phase gehe es darum, den Platz für die ersten Baustellen und ihre Installationsplätze möglichst rasch freizumachen. Derzeit sind bereits vier Bauunternehmen am Werk. Eines ist für das Freiräumen der Bau- und Installationsplätze zuständig: Es hat bereits die Fäll- und Rodungsarbeiten am Splügenweg und anderen Orten ausgeführt. Jetzt stellt es Bauzäune und andere Abschrankungen auf.

Bis in den Sommer hinein sind andere Arbeiter damit beschäftigt Werkleitungen im Schellen- und im Splügenweg zu verlegen, damit sie den Deckelbauern nicht in die Quere kommen. Weiter müssen jetzt die Installationsplätze für die künftige Grossbaustelle eingerichtet werden. Zudem sind bei der bestehenden Olma-Halle 9 erste Betonierarbeiten im Gang.

Die Überdeckung der Autobahn ruht auf Pfählen

Alle diese Vorarbeiten haben ein Ziel: Ab Mitte Mai soll begonnen werden, eine erste Tranche der Hunderte von Pfählen zu setzen, auf denen dereinst der Deckel über der Autobahn ruhen wird. Auf der nördlichen Seite werden diese Pfähle aus Stahl und Beton mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern zwischen dem Splügenweg und der bestehenden Stützmauer der Autobahn im Boden versenkt.

Auf der Südseite wird eine Pfahlwand erstellt, damit danach die davorstehende Löffelsteinmauer abgebrochen werden kann. Davor wird später eine neue, definitive Stützmauer betoniert. Diese Arbeiten laufen bis in den Herbst hinein.

Ungewöhnliche Topfpflanzen

Die Arbeiten fürs Olma-Neuland brauchen Platz, und zwar auch auf dem Messegelände selber. Das hat zur Folge, dass Bäume ausquartiert werden müssen, die dort normalerweise stehen. Anders als man im ersten Moment meinen könnte, ist das nicht wirklich ein Problem: Viele Bäume im Messeareal sind nämlich Topfpflanzen. Sie stehen in massiven Stahlkübeln, die nur mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs bewegt werden können. Dass dem so ist, fällt erst jetzt richtig auf.

Für die Dauer der Bauarbeiten am Olma-Deckel müssen die Bäume provisorisch zwischengelagert werden. Das geschieht auf einem städtischen Grundstück an der Splügenstrasse. Die dortige Ansammlung von Riesen-Topfpflanzen (Bild) wird von Passanten jetzt staunend zur Kenntnis genommen.

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