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Das Los hat entschieden: 80 St.Galler Sechstklässler dürfen nicht an die Flade

Erstmals hat das Los entschieden, wer an die Flade darf. Auf der Sekundarstufe hatten über 40 Prozent der angemeldeten Sechstklässler aus der Stadt kein Glück. Manche von ihnen dürfen noch hoffen: Sie stehen auf der Warteliste.
Christina Weder
Der Andrang an die Flade ist so gross, dass nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können (im Bild die Meitle-Flade). (Bild: Thomas Hary)

Der Andrang an die Flade ist so gross, dass nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können (im Bild die Meitle-Flade). (Bild: Thomas Hary)

Für manch einen Sechstklässler ist es eine Enttäuschung. Die Flade hat fürs kommende Schuljahr 242 Anmeldungen aus der Stadt erhalten – 187 für die Sekundar- und 55 für die Realstufe. Während auf der Realstufe alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, müssen auf der Sekundarstufe über 40 Prozent der angemeldeten Kinder abgewiesen werden.

Soeben haben die Eltern den Bescheid per Post erhalten: 107 künftige Sekschüler können sich über eine Zusage freuen, 80 werden enttäuscht, wie Flade-Schulpräsidentin Margrit Stadler sagt. Von diesen 80 Kindern haben 48 bereits eine definitive Absage erhalten. 32 sind auf die Warteliste gesetzt, die ebenfalls ausgelost wurde. Sie haben noch eine Chance, nachzurutschen. Denn von den Kindern, die einen Platz zugelost bekamen, haben sich mehrere für die Talentschule oder für die Aufnahmeprüfung ans Untergymnasium angemeldet, die diesen Monat stattfindet.

Die Hälfte der künftigen Sekschüler will an die Flade

Dass das Los über den Schulbesuch entscheidet, ist ein Novum in der Geschichte der Katholischen Kantonssekundarschule. Schulpräsidentin Margrit Stadler hatte zwar mit einem Losverfahren gerechnet. Dennoch ist sie überrascht über die hohe Zahl der Anmeldungen. Etwas mehr als die Hälfte der künftigen Sekundarschülerinnen und -schüler, die in der Stadt wohnen, haben sich für die Flade angemeldet. Stadler sagt:

«Das spricht für den Ruf unserer Schule.»

Bisher war der kostenlose Schulbesuch katholischen Kindern vorbehalten. Aufs neue Schuljahr hin öffnet sich die Flade erstmals allen städtischen Schülern – egal ob evangelisch, muslimisch, konfessionslos, ob Sek oder Real. Die Stadt übernimmt das Schulgeld. Sie hat mit der Flade eine Vereinbarung abgeschlossen. Darin ist eine Obergrenze für die Schülerzahl festgesetzt. So darf die Flade maximal 30 Prozent der städtischen Schüler übernehmen. Weil nun mehr Anmeldungen eingegangen sind, kam es zum Losentscheid.

Dieser wurde nicht einem Computer überlassen. Ein Notar steckte die Namen der 187 angemeldeten Sechstklässler in Kugeln. Die Schulpräsidentin zählte unter den Augen des Notars 107 Kugeln aus. Sie sagt:

«Das ging mir nahe. Ich kann jedem Kind nachfühlen, das enttäuscht wird.»

Es sei hart, eine Absage zu erteilen. Und doch könne sie dem Losverfahren etwas abgewinnen: Alle hätten die gleiche Chance.

Losverfahren trifft nur Kinder aus der Stadt

Bereits haben sich erste Eltern bei der Schulpräsidentin gemeldet. Stadler betont: «Der Losentscheid ist für uns ‹sakrosankt›, wir können keine Ausnahmen machen.» Sechstklässler, die keinen Platz an der Flade erhalten haben, werden von der Stadt einem der städtischen Oberstufenschulhäuser zugeteilt. Ihre Eltern können nun noch schriftlich Stellung nehmen. Anfang April erhalten sie dann von der Flade eine rekursfähige Abweiseverfügung.

Das Losverfahren betrifft nur Kinder aus der Stadt. Für jene aus den umliegenden Gemeinden ändert sich gemäss Stadler nichts. Mit Mörschwil, Eggersriet-Grub SG und Untereggen hat die Flade seit vielen Jahren Vereinbarungen abgeschlossen. Kinder aus diesen Gemeinden hätten einen Platz auf sicher, sagt sie. Hinzu kommen schliesslich Anmeldungen aus dem restlichen Gebiet des Konfessionsteils. Ob diese berücksichtigt werden können, entscheide die Schule anhand der Anzahl freier Plätze Ende Mai.

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