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Altenrhein baut beim Flugplatz ein Parkhaus mit 700 Plätzen

Die Gemeinde will für die Industrie in Altenrhein ein fünfstöckiges Parkhaus bauen, auf dem Gelände des Flugplatzes. Skeptische Anwohner hoffen auf Entlastung im Dorf und eine bessere Verkehrsführung.
Jolanda Riedener
Das Erscheinungsbild des Parkhauses ist noch offen: Diese Variante zeigt eine mit Pflanzen bestückte Fassade. (Bild: Visualisierung: PD/Forol AG)

Das Erscheinungsbild des Parkhauses ist noch offen: Diese Variante zeigt eine mit Pflanzen bestückte Fassade. (Bild: Visualisierung: PD/Forol AG)

Altenrhein hat ein Parkplatzproblem. Nun will Thals Gemeindepräsident Robert Raths beim Flugplatz Altenrhein ein Parkhaus erstellen. Die Gemeinde sowie Vertreter der Generalunternehmung und des Flugplatzes haben am Montagabend die Bevölkerung über ihre Pläne informiert.

«Die Planung ist noch ganz am Anfang und wir wollen die Bürger bewusst früh einbeziehen», sagt Raths. Ein zentrales Parkhaus habe für die Unternehmen in Altenrhein einen grossen Wert. Denn: Land, das sie derzeit für Parkplätze nutzen, werde für die Industrie frei.

Erstellt werden soll das Parkhaus auf dem Grundstück des Flugplatzes, parallel zur Dorfstrasse. Die Zufahrt würde wie heute von der Flughafenstrasse her erfolgen, so Urs Peter Koller, Verwaltungsratspräsident der Generalunternehmung Forol AG. «Wir haben ein Know-how in diesem Bereich und sehen ein kundenfreundliches Parkhaus vor», sagt Koller. Die Firma mit Sitz in Herisau realisiert als Schwerpunkt Gewerbebauten, Parkhäuser und Retailgebäude.

Zentrale Parkflächen sollen Ordnung schaffen

Koller betont, man befinde sich bei der Planung noch in der Frühphase. Derzeit finde man in Altenrhein einen Wildwuchs bezüglich der Parkplatzorganisation vor. Vor allem Angestellte parkieren heute an verschiedenen Standorten. Der Bau eines öffentlichen Parkhauses soll das Parkieren in geordnete Bahnen lenken und auch Parkmöglichkeiten für Touristen und Passagiere des Flugplatzes schaffen.

Erste Visualisierungen zeigen ein fünfstöckiges Parkhaus mit Platz für 650 bis 700 Autos. Die Parkplatzbreite liegt gemäss Koller bei 2,7 Metern. Säulen zwischen den Parkfeldern sind nicht vorgesehen, was zu mehr Sicherheit führe. «Wir planen ein zukunftsorientiertes Parkhaus», sagt Koller. Es verfüge über Ladestationen für Elektroautos, die von einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach gespiesen werden. Auch autonomes Parken soll möglich werden, eine Technik, auf die immer mehr Fahrzeughersteller setzten, wobei Autofahrer nicht mehr selber einparkieren müssen.

Die Zufahrt zum Parkhaus ist wie bisher über die nördlich gelegene Flughafenstrasse geplant. (Visualisierung: Forol)

Die Zufahrt zum Parkhaus ist wie bisher über die nördlich gelegene Flughafenstrasse geplant. (Visualisierung: Forol)

«Wie das Parkhaus letztlich aussehen wird, ist noch nicht klar», sagt Koller. Auf der Visualisierung sehe man erst die Konstruktion. Als Varianten könnten die Fassaden mit einem grobmaschigen Gitter versehen werden, das mit Kletterpflanzen begrünt wird. Auch Fotovoltaik wäre denkbar.

Breite Zufahrt zu den Stockwerken

Das Vordach soll eine Einheit mit Direktverbindung zum Flugplatzgebäude bilden. Die Zufahrt zu den Stockwerken sei besonders breit, so werde das Kreuzen von auf- und abfahrenden Autos problemlos möglich sein. «Das Parkhaus wird hell, freundlich, übersichtlich und einfach organisiert sein», sagt Koller. Eine Frage aus dem Publikum lautete:

«Wie soll denn dieser Bau die Situation im Dorf entlasten?»

Schon jetzt komme es dauernd vor, dass Autos dreist auf privaten Grundstücken abgestellt werden. Als Anwohner sehe man im Parkhaus keine Chance auf eine Verbesserung der Situation. «Das ist ein Problem, das wir angehen müssen», sagte Gemeindepräsident Raths. Mit dem Parkhaus habe dies aber nichts zu tun, denn dieses diene in erster Linie der Industrie. Wie die Kostenteilung aussieht und welchen Betrag die Gemeinde beisteuert, ist gemäss Raths noch nicht entschieden. Für Unternehmen biete sich die Möglichkeit, eine fixe Anzahl Platze zu mieten.

Anwohner beschäftigt vor allem die Verkehrssituation ums Parkhaus: die Sicherheit für Fussgänger, Velo und Autofahrer. Wann das Parkhaus realisiert werde, können die Planer nicht sagen: «So ein Ämterlauf geht lang. Erst wenn wir die Baubewilligung haben, können wir sagen, wann das Parkhaus fertig ist.»

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