Mit dem Stand-up-Paddle 65 Kilometer über den Bodensee gleiten

Der Stand-up-Paddler Dario Aemisegger startet mit der Nonstop-Längsdurchquerung des Bodensees. Am Montag ging es zum Startpunkt Bodman-Ludwigshafen.

Anne-Sophie Walt
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Dario Aemisegger (mitte) und sein Team. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Dario Aemisegger (mitte) und sein Team. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Am Dienstag startet Dario Aemisegger mit seinem Rekordversuch, den Bodensee mit einem Stand-up-Paddle längs zu durchqueren. Der Startschuss fällt um 5 Uhr in Bodman-Ludwigshafen, von wo der Paddler rund 65 Kilometer bis nach Bregenz zurückzulegen hat. Es wird mit einer Paddelzeit von 12 bis 14 Stunden gerechnet.

Die Aktion soll unter anderem auf die länder- und regionenverbindende Funktion des Bodensees aufmerksam machen. Ein vierköpfiges Team begleitet den Sportler auf einem Segelboot und sorgt sich um dessen Sicherheit und Verpflegung. Aemisegger sagt:

«Wir haben reichlich Bolognese vorbereitet»

Bereits im vergangenen Juli überquerten Dario Aemisegger und drei Mitpaddler als Erste den Bodensee von Rorschach nach Friedrichshafen. Die 21,3 Kilometer bewältigten sie in 3 Stunden und 43 Minuten. Diese Zeit konnte bis heute kein anderer Paddler unterbieten.

Im Gegensatz zur letzten Überquerung ist Aemisegger dieses Mal als Solopaddler unterwegs. Während der Vorbereitungsphase absolvierte der Sportler bereits 44 Kilometer, also rund zwei Drittel der Strecke. Dabei paddelte er von Rorschach nach Bregenz und wieder zurück. «Während des Trainings konnte ich mich mit der Umgebung vor Bregenz und auch mit der Zieleinfahrt vertraut machen. Dies kann für meine mentale Verfassung während des Rekordversuches ausschlaggebend sein», meint Dario Aemisegger. Dass der Erfolg im Kopf beginnt und deshalb Mentaltraining ebenso wichtig ist, wie die richtige Ernährung, ist ein Ansatzpunkt vieler Sportler.

Mit Stand-up-Paddling zur inneren Ruhe

Stand-up-Paddling erfreut sich seit einigen Jahren grosser Beliebtheit. Die Outdoor-Aktivität eignet sich für Sportbegeisterte jeden Alters und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Der Paddler steht dabei aufrecht auf einem Board, das einem Surfbrett ähnelt, und bewegt sich mit einem Stechpaddel fort. Aemisagger meint:

«Ich finde durch den Sport eine innere Ruhe und konzentriere mich jeweils nur auf mich und das Paddeln.»

Auch der Perspektivenwechsel fasziniere ihn immer wieder aufs Neue. Während beim Schwimmen der Kopf im Wasser oder dicht darüber ist, hat er beim Stand-up-Paddling das Gefühl, über das Wasser zu spazieren. Für Dario Aemisegger stellt der Bodensee das optimale Gewässer dar, um sanft über die Wellen zu gleiten und dabei die Schönheiten des Ufers zu geniessen. Ideen für einen neuen Rekordversuch hat der Sportler noch keine, aber die Schweiz verfügt über genügend Gewässer, die sich für Stand-up-Paddling eignen.