Kürbissaison: 60 Sorten wachsen in der Region Rorschach

Für viele Menschen leitet die Kürbissaison den Herbst ein. In der Region Rorschach sind vor allem die Sorten Butternuss und oranger Knirps beliebt. Die warmen Sommermonate sorgten für eine besonders gute Ernte.

Ines Biedenkapp
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Kürbisse gibt es in allen Formen und Farben. (Bild: Ines Biedenkapp)

Kürbisse gibt es in allen Formen und Farben. (Bild: Ines Biedenkapp)

Die Vielfalt der Kürbisse ist überwältigend: Ob rund oder lang, grün oder orange, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Familie Troxler aus Untereggen bietet in ihrem Kürbis Zelt rund 30 bis 40 verschiedene Sorten an. «Uns geht es dabei nicht um die Quantität, sondern um Qualität», sagt Anita Troxler. Damit ein Kürbis gut reifen kann, braucht es einen feuchten, lehmigen Boden und Wärme. Durch die Hitze der vergangenen Monate hat die jetzige Ernte ein besonders gutes Fruchtfleisch, meint Anita Troxler.

Die Familie baut die Frucht, die als grösste Beere der Welt gilt, seit über 20 Jahren in der Region an. «Die Faszination fängt schon bei der Auswahl der Samen an», sagt sie. Für sie ist die geerntete Frucht ein regelrechtes Wunder. «Mit den Kürbissen fängt der Herbst richtig an.» Trotzdem gelte dabei, dass ein Kürbis nicht gleich Kürbis ist: «Es gibt ziemliche Unterschiede», sagt sie. Vor allem die vielfältige Einsatzmöglichkeit der Beere setze der Kreativität keine Grenzen.

Auch vor der Landi in Goldach steht ein Zelt voller farbenfroher Kürbisse. «Wir haben das Zelt in Zier- und Speisekürbisse aufgeteilt», sagt Hans Popp, Leiter der Landi in Goldach. «Beliebt sind derzeit vor allem die Sorten Butternuss und der orange Knirps.»

Stroh als Wärmeschutz und Dünger

Beliefert wird das Zelt von den Feldern der Familie Lehner. «Dieses Jahr hatten wir eine besonders gute Ernte», freut sich Martin Lehner. «Die Wärme war ideal für die Kürbisse.» Über 60 Sorten bietet die Familie an. Dieses Jahr verzichtete sie auf die Abdeckung ihrer Felder in Rorschacherberg und Goldach mit Kunststofffolie und deckten stattdessen alle Kürbispflanzen mit Stroh ab. Damit konnte das Unkraut nicht wachsen und das Stroh leistete zusätzlich einen natürlichen Wasserspeicher. Im Herbst kann das verrottete Stroh in den Boden eingearbeitet werden, und verursacht keinen zusätzlichen Abfall. Seit 18 Jahren pflanzt Familie Lehner Kürbisse an. «Ich dachte, dass die Faszination irgendwann aufhören würde», sagt Lehner. «Doch ich freue mich immer wieder auf den Herbst.»

Martin Lehner und seine Frau bauen seit 18 Jahren Kürbisse an. (Bild: Ines Biedenkapp)

Martin Lehner und seine Frau bauen seit 18 Jahren Kürbisse an. (Bild: Ines Biedenkapp)

Frost und Schnee lassen Kürbis faulen

Die diesjährige Ernte vergleicht er mit dem Rekordjahr von 2003. Auch damals sorgte die Hitze für ein aussergewöhnliches Wachstum der Beere. Die Familie Lehner realisierte eine Ausstellung in Rorschacherberg, doch der früh einsetzende Schnee im Oktober liess einen Teil der ausgestellten Kürbisse verfaulen. «Frost und Nässe mögen Kürbisse eben überhaupt nicht. Trotzdem ist er einfach zu lagern.» Kühl und trocken, vorzugsweise im Keller, kann die Beere einige Monate gelagert werden.

Am Gossauer Kürbisfest gibt's über 200 Sorten

Die Familie Rohner veranstaltet dieses Wochenende zum 22. Mal ihr jährliches Fest mit Ausstellung und Bauernmarkt auf dem Kürbishof. Besucher können über 200 Kürbissorten bestaunen.
Elena Fasoli