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5G in Gossau: Auf Tuchfühlung mit der neuen Antenne

Beim Stadtspaziergang der SP schauten sich die Teilnehmer die umstrittene 5G-Technologie aus der Nähe an.
Rossella Blattmann
Eine Teilnehmerin des Stadtspazierganges misst mit einem Messgerät die 5G-Strahlenbelastung auf dem Lindenberg. (Bild: Urs Bucher (Gossau, 22. August 2019))

Eine Teilnehmerin des Stadtspazierganges misst mit einem Messgerät die 5G-Strahlenbelastung auf dem Lindenberg. (Bild: Urs Bucher (Gossau, 22. August 2019))

Sie steht hoch oben über der Stadt, darunter rauscht die Autobahn. Seit diesem Frühling sendet die Handyantenne des Mobilfunkanbieters Sunrise auf dem Gossauer Lindenberg 5G-Signale in die Umgebung – sie war die erste Antenne im Kanton St. Gallen. Damals war eine bestehende 4G-Antenne aufgerüstet worden.

Ist die 5G-Technologie Fluch oder Segen?

Die 5G-Technologie war auch am Donnerstagabend ein Thema. Die Antenne auf dem Lindenberg war das Ziel des Stadtspaziergangs der SP Gossau-Arnegg. Dieser stand unter dem Motto «5G-Netz, Fluch oder Segen». Doch trotz Sorgen über die gesundheitlichen Folgen von 5G-Handyantennen und Verschwörungstheorien in der ganzen Schweiz blieben die kritischen Stimmen während des Spaziergangs in der Minderheit.

Mit Windjacken und Turnschuhen ausgerüstet versammelten sich um 18 Uhr rund 20 Spaziergängerinnen und Spaziergänger vor der Swisscom-Zentrale an der Säntisstrasse. Nach der Begrüssung durch Ruedi Blumer, Präsident der SP Gossau-Arnegg, führten zwei Swisscom-Vertreter aus der Region – Bauherrenvertreter Hanspeter Zimmermann und Projektleiter Marcel Eisenegger – die Hälfte der Gruppe durch die Zentrale.

Besonders deutlich wurde der Kontrast zwischen alt und neu, sprich, zwischen dicken, schweren Kupferkabeln, und der hauchdünnen Glasfaser: «Fast so dünn wie ein Haar», sagte eine Teilnehmerin. In der Runde stellte sich auch die Frage, was dereinst mit den obsoleten Kupferkabeln geschehen soll. Die fachgerechte Entsorgung sorgte für die eine oder andere Sorgenfalte.

«Nur ein kleines Antenneli»

Währendessen erklärten Willy Koch, Delegierter Public Affairs der Swisscom, und Susanne Buntefuss, Verantwortliche Mobilfunk und Umwelt, im Freien, wie 5G-Mobilfunk funktioniert. Die wirklich kritischen Fragen blieben während dieses Teils des Spaziergangs zwar aus. Dennoch bemerkte eine ältere Bürgerin:

«Wenn die 5G-Strahlenbelastung immer höher wird, was wird dann mit der nächsten Generation geschehen?»

Sie habe Zweifel, dass 5G ungefährlich und gesundheitlich unproblematisch sei. Der zweite Teil des Stadtspaziergangs führte die Lindenbergstrasse entlang hoch zur 5G-Antenne bei der Autobahnbrücke. Kochs graues 5G-Messgerät zeigte eine Strahlenbelastung von 0,8 Volt pro Meter an. «Ein solcher Wert ist normal und ungefährlich», so der Swisscom-Vertreter. «Richtige» 5G-Antennen seien weniger hoch dafür aber breiter als 4G-Antennen, sagte Koch vor einem Berg weiss verpackter Siloballen.

«Im Vergleich ist diese Antenne nur ein kleines Antenneli.»

Bei einer aufgerüsteten 4G-Antenne wie dieser sei die Leistung weniger stark als bei einer neu gebauten, «richtigen» 5G-Handyantenne.

Sämtliche Aspekte sollen diskutiert werden

Beim abschliessenden Apéro bei Bratwurst und Bier herrschte lockere Stimmung. Unter anderem war auch Maitlisek-Lehrer und Stadtparlamentarier Erwin Sutter (Flig) anwesend. «Ich hätte mir eine abwechslungsreichere Diskussion gewünscht», sagte er. Es sei wichtig, dass bei 5G sämtliche Aspekte auf sachlicher Ebene diskutiert würden.

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