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50'000 Fahrten in drei Monaten: Die E-Trottis verschwinden vorerst aus der Stadt St.Gallen – Testphase beendet

Das Pilotprojekt mit den E-Trottinetten endet am Sonntag. Die Betreiber sind zufrieden, die Stadt gibt sich bedeckt.
David Gadze
Am Sonntag verschwinden die E-Scooter aus der Stadt St.Gallen. Eine Rückkehr ist frühestens im Frühling möglich. (Bild: Benjamin Manser)

Am Sonntag verschwinden die E-Scooter aus der Stadt St.Gallen. Eine Rückkehr ist frühestens im Frühling möglich. (Bild: Benjamin Manser)

Seit dem Sommer gehörten sie zum St.Galler Stadtbild, jetzt verschwinden sie wieder, zumindest vorerst: Die 100 E-Trottinette des schwedischen Anbieters Voi, der in 40 europäischen Städten ein Selbstverleihsystem mit E-Scootern betreibt. Am Sonntag endet das dreimonatige Pilotprojekt, das Voi im Auftrag der Stadt durchgeführt hat.

Der Perimeter reichte dabei von der St.-Leonhard-Strasse und der Geltenwilenstrasse über die Altstadt, die Universität und das Olma-Areal bis zum Bahnhof St.Fiden. Im Pilotprojekt sei unter anderem getestet worden, wie sich die Fahrzeuge in der hügeligen Topografie der Stadt St.Gallen bewährten und wo deren Standort und Einsatz sinnvoll sei, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Untersuchen, wer auf E-Trottinette umsteigt

Karin Hungerbühler,stellvertretende Leiterin der Dienststelle für Umwelt und Energie. (Bild:PD)

Karin Hungerbühler,
stellvertretende Leiterin der Dienststelle für Umwelt und Energie. (Bild:PD)

Für eine erste Bilanz sei es noch zu früh, sagt Karin Hungerbühler, stellvertretende Leiterin der Dienststelle für Umwelt und Energie. Das Pilotprojekt sei aber insofern ein Erfolg gewesen, als es erste Erfahrungen zur Akzeptanz bei der Bevölkerung und zur Nutzung ermöglicht habe.

«Wir müssen jetzt diese Erfahrungen auswerten und alle Daten analysieren.»

Dabei lasse die Stadt Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die über die sozialen Medien und andere Kanäle eingetroffen seien, ebenso einfliessen wie Beurteilungen der Polizei, weiterer Dienststellen und der Betreiberfirma Voi. Ausserdem werde die Stadt mit Verkehrsverbänden, Quartiervereinen und anderen Anspruchsgruppen das Gespräch suchen, sagt Hungerbühler.

Auch wolle man herausfinden, ob durch Fahrten mit den E-Scootern ein Umsteigeeffekt von anderen Verkehrsmitteln stattgefunden habe, und wenn ja, von welchen. Rückschlüsse darauf könnten etwa die zurückgelegten Strecken liefern.

«Wir wollen wissen, wo sich dieses neue Fahrzeug in der Mobilitätskette eingliedert.»

Bei der Einführung hatten die Stadt und Voi betont, die E-Trottinette seien nachhaltig und somit ganz im Sinn des städtischen Mobilitäts- und des Energiekonzepts.

Basierend auf dieser Auswertung werde der Stadtrat entscheiden, ob es ein dauerhaftes E-Trottinett-Angebot in St.Gallen geben soll, sagt Hungerbühler. Rahmenbedingungen wie Perimeter, Abstellplätze und so weiter müssten dann nochmals beurteilt und bei Bedarf angepasst werden. Falls das Angebot weitergeführt werde, müsse die Stadt ein Bewilligungsverfahren durchführen. Eine allfällige Bewilligung könne sie deshalb frühestens im Frühling nächsten Jahres erteilen.

50'000 Fahrten in drei Monaten

Der Anbieter Voi, der auch in Winterthur ein solches Sharingsystem anbietet, zeigt sich zufrieden mit dem Pilotprojekt. Die E-Trottinette seien bei der Bevölkerung «sehr gut angekommen», sagt Claus Unterkircher, General Manager für die Schweiz, Deutschland und Österreich. Während der drei Monate habe Voi in St.Gallen rund 50'000 Fahrten verzeichnet, «was unsere Erwartungen definitiv übertroffen hat». Und selbst bei sinkenden Temperaturen und Schlechtwetter seien die Ausleihzahlen gestiegen. Aufgrund des relativ kleinen Geschäftsgebiets hätten sich die Innenstadt, das Gebiet rund um den Hauptbahnhof und die Uni als Hotspots herausgestellt.

Voi halte deshalb nach wie vor am Wunsch fest, bei einer Zusage für den definitiven Betrieb den Perimeter auszuweiten, sagt Unterkircher. «Aus unseren Analysen geht sehr deutlich hervor, dass unsere Nutzer gerne weiter aus der Stadt hinaus fahren wollen. Diesem Wunsch möchten wir in Zukunft mit einer grösseren Flotte und einem grösseren Geschäftsgebiet gerne nachkommen.» Voi habe auch schon eine Nutzerbefragung durchgeführt und werde die Antworten in die Analyse der Stadt St.Gallen einfliessen lassen.

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