350 Schüler streiken in der St.Galler Innenstadt

Am frühen Freitagnachmittag machten jugendliche Aktivisten in St.Gallen einmal mehr auf die Missstände in der Klimapolitik aufmerksam. Die streikenden Schüler ergänzen die Demonstration diesmal mit einer Podiumsdiskussion.

Jessy Nzuki
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Klimastreik in der Stadt St.Gallen am 15. Februar. (Bild: Michel Canonica)

Klimastreik in der Stadt St.Gallen am 15. Februar. (Bild: Michel Canonica)

«Wir sind laut, wenn man
uns die Zukunft klaut!»

So lautete der Schlachtruf der Streikenden des vierten Klimastreiks in St.Gallen. Am frühen Freitagnachmittag sind gemäss Angaben der Polizei rund 350 Jugendliche durch die St.Galler Altstadt gezogen. Unter ihnen waren auch einige Kantons- und Stadtparlamentarier. Nach einer Eröffnungsrede am Vadian-Denkmal durch Peter Olibet, Präsident der SP Stadt St.Gallen, marschierte die Masse los in Richtung Kloster.

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Mit Schildern und Megafon ausgerüstet machten sie in den Strassen auf sich aufmerksam. Passanten blieben stehen, einige zückten das Handy. Viele zeigten sich begeistert vom Engagement der Jugendlichen, nur wenige übten Kritik an der Aktion.

Forderung an die Politik

Der Streik dauerte ungefähr zwei Stunden. Ein Ende fand er auf dem Gallusplatz hinter dem Kloster. Dort hörten die Streikenden einer Poetry-Slam-Darbietung und einer Schlussrede zu. Schliesslich wurden Politiker ermahnt, die Forderungen des Kollektivs Klimastreik Ostschweiz durchzusetzen. Eine zweite Aufforderung richtete sich an die Streikenden: Sie sollen zahlreich in der Grabenhalle zur Podiumsdiskussion vom Freitagabend, 19.45 Uhr, und zur anschliessenden Party erscheinen. Damit findet der Aktionstag des Kollektivs seinen Abschluss.

St.Gallen: Streik und Podium fürs Klima

Das Kollektiv Klimastreik Ostschweiz macht immer wieder auf Probleme in der Klimapolitik aufmerksam. Am Freitag sollen nach einem Streik Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft Red und Antwort stehen.
Jessy Nzuki