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Training in Arnegg für die WM: Emil Giger schafft 35 Meter Zaun in knapp zwei Stunden

Acht Wettkämpfer messen sich am 13. April im Allgäu an der Weltmeisterschaft im Zaunbau. Für die Schweiz tritt Emil Giger an. Sein Handwerk hat er bei der Alpsteinzaun AG in Arnegg erlernt.
Jessy Nzuki
Emil Giger trainiert dreimal wöchentlich für die Weltmeisterschaft im Zaunbau. (Bild: Jessy Nzuki)

Emil Giger trainiert dreimal wöchentlich für die Weltmeisterschaft im Zaunbau. (Bild: Jessy Nzuki)

Emil Giger zieht am Zaundraht, die Spule dreht sich. Mit dem Ende des Drahtes läuft er bis zum Pfahl in 35 Metern Entfernung. Er misst die Länge des Drahtes und mit geschickten Griffen knüpft er das Ende fest. Giger trainiert für die Weltmeisterschaft im Zaunbau. Dort wird er gegen sieben andere Teilnehmer antreten und die Schweiz vertreten.

Der 29-Jährige ist im Bühler aufgewachsen und hat eine Ausbildung zum Landwirt absolviert. Seit drei Jahren arbeitet er bei der Alpsteinzaun & Tor AG als Montageleiter. In der Arnegger Firma hat er das Zaunbauen erlernt.

Auf die Qualität kommt es an

An der Weltmeisterschaft vom 13. April im Allgäu kämpfen Teilnehmer aus der ganzen Welt um den Titel. Für Emil Giger ist es die erste Meisterschaft. «Ich habe das noch nie erlebt und möchte mich bestmöglich darauf vorbereiten.» Dazu hat er in Niederbüren auf dem Gelände seines Chefs eine Anlage eingerichtet. Dort stehen zwei Pfähle in vorgegebener Distanz bereit; in einer Kiste bewahrt er Werkzeug und Arbeitsmaterial auf.

Der Wettbewerb gibt eine Zaunlänge von 32 Metern vor. Dazu kommt ein Weidezauntor von zweieinhalb Metern, das die Teilnehmer einbauen müssen. Den dafür vorgesehenen dritten Pfahl müssen sie selber in den Boden stampfen. «Dabei kommt es auf den richtigen Winkel an. Wenn die Jury den Zaun testet, muss er halten und darf nicht kippen.» Der Pfahl sei matchentscheidend. Wenn er nicht richtig stehe, gingen viele Punkte verloren. Auch die richtigen Knöpfe, Spanner und Latten müssen die Zaunbauer einbauen.

Für die Aufgabe haben die Teilnehmer zwei Stunden Zeit. «Man darf die Zeit ausschöpfen, denn die Qualität ist entscheidend. Doch Letzter sollte man auch nicht werden, dafür zieht die Jury Punkte ab», sagt Giger. Er trainiert dreimal pro Woche.

Auf der Anlage im Freien will er vor allem an seiner Zeit arbeiten. Zuhause hat er sich einen Holzrahmen eingerichtet, um den Draht zu spannen und die Knoten zu üben. Damit möchte er seine Technik verfeinern. «Da kommt schon der Ehrgeiz meiner früheren Sportlerkarriere durch.» Giger war Schwinger, hat aber wegen der Gesundheit aufgehört.

Gartenzaun, Pferdeweide oder Lärmschutzwand

«Viele lachen, wenn ich sage, ich sei Zaunbauer», sagt Giger. Doch es sei ein abwechslungsreicher Job. Bei jedem Wetter sind die Arbeiter draussen. Vom kleinsten Gartenzaun über Tierausläufe oder Volieren bis zu grossen Sicht- und Lärmschutzwänden machen sie alles. Der Zaunbau werde schnell unterschätzt: «Viele sind der Meinung, so ein bisschen Hägli-Bauen kann doch jeder. Doch wenn sie selber ran müssten, kämen sie ins Schwitzen.»

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