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Jahresbilanz 2017 der St.Galler Müllmänner: 305 Kilogramm Abfall pro St.Gallerin und St.Galler

Pro Einwohnerin und Einwohner sind in der Stadt St.Gallen im vergangenen Jahr 305 Kilogramm Abfall angefallen. Fast ein Drittel dieser Menge kann wiederverwertet werden. Und aus dem grössten Teil entsteht Fernwärme oder Strom.
Daniel Wirth
Das Kehrichtheizkraftwerk wurde für 55 Millionen Franken ausgebaut. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)

Das Kehrichtheizkraftwerk wurde für 55 Millionen Franken ausgebaut. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)

24'133 Tonnen Abfall sind im vergangenen Jahr in der Stadt St. Gallen eingesammelt worden: Hauskehricht, Grüngut, Altpapier, Altglas, Altmetall, Weissblech und Aluminium, Sonderabfälle. Im Vergleich mit dem Vorjahr waren das 256 Tonnen mehr. Überproportional gestiegen ist die Menge Abfall, die einer Wiederverwertung zugeführt werden konnte: 2016 waren das 7099 Tonnen, im vorigen Jahr 7738. 2016 konnten von 301 Kilogramm Abfall pro Einwohner 89 Kilogramm wiederverwertet werden, 2017 von 305 Kilogramm 98.

Weniger Strom, mehr Fernwärme

Im Kehrichtheizkraftwerk (KHK) im Sittertobel wurden 2017 76'205 Tonnen Kehricht abgeliefert (2016: 73'556 Tonnen). Verbrannt wurden davon 74'324 Tonnen (2016: 73'433 Tonnen). Marco Sonderegger, Leiter von Entsorgung St. Gallen, sagt, dieses Niveau könne in den nächsten Jahren aufgrund der abgeschlossenen Modernisierungen im KHK leicht gesteigert werden.

Das modernisierte Kehrichtheizkraftwerk (KHK) der Stadt St.Gallen im Sittertobel. Die geänderte Bezeichnung (früher hiess die Einrichtung Kehrichtverbrennungsanlage) deutet darauf hin, dass die Abwärme heute soweit irgend möglich als Fernwärme und zur Stromproduktion genutzt wird. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)
Anlieferung von Abfällen im KHK. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)
Ein verantwortungsvoller Job: der "Kranführer" im KHK. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)
Auf einem Medienrundgang im modernisierten KHK steht der Kran, mit dem der Abfall verteilt wird, im Zentrum des Interesses. (Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017)
Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017
Bild: Benjamin Manser - 9. August 2017
Das Kehrichtheizkraftwerk während der Modernisierungsphase. Die Anlage steht im Sittertobel in einer geschützten Naturlandschaft. Aber nicht nur deswegen muss die Einrichtung scharfe Auflagen für Umwelt- und Naturschutz einhalten. (Bild: Benjamin Manser - 30. Mai 2016)
So kennt die Bevölkerung im benachbarten Quartier Bruggen das Kehrichtheizkraftwerk: vom Siedlungsgebiet aus ist nur die Spitze des Kamins mit Rauchfahne sichtbar. (Bild: Urs Jaudas - 1. Februar 2013)
Das Kehrichtheizkraftwerk St.Gallen an einem Wintermorgen. (Bild: Urs Jaudas - 1. Februar 2013)
Damit jedem klar ist, um was es hier geht: Seit einigen Jahren ist die ehemalige Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) mit der neuen offiziellen Bezeichnung Kehrichtheizkraftwerk (KHK) angeschrieben. (Bild: Urs Jaudas - 1. Februar 2013)
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Die Kehrichtmenge steigt und steigt

Der Dampf, der bei der Verbrennung des Kehrichts entsteht, wird zunehmend für die Produktion von Fernwärme und je länger, je weniger für die Produktion elektrischer Energie verwendet. Das hat mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes zu tun. 2017 wurden im KHK gut 26,4 Millionen Kilowattstunden Strom produziert; das entspricht gegenüber 2016 einem Minus von 9 Prozent.

Dieser Trend ist im Sinne von Sonderegger, wie er sagt. Denn bei der Produktion von Strom ist der energetische Wirkungsgrad bei der Kehrichtverbrennung deutlich geringer als bei der Nutzung für Wärme. Davon wurden 2017 im KHK 192 Millionen Kilowattstunden oder 3,9 Prozent mehr produziert als 2016. Und dieser Trend hält an.

Sieben Millionen Liter weniger Heizöl verbraucht

Die Menge Heizöl, die dank des KHK beim Heizen von Wohnraum in der Stadt weniger verbraucht wird, ist schon heute beachtlich: 2017 waren es acht Millionen Liter, was über 500 Tanklastwagen entspricht. Die Verringerung der Kohlenstoffdioxid-Emission betrug 19'600 Tonnen.

Im vergangenen Jahr sagten die Stimmberechtigten der Stadt Ja zum weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes. Das hat zur Folge, dass im KHK in Zukunft im Winter fast ausschliesslich Fernwärme produziert wird; die Stromproduktion mittels Turbinen wird sich auf die wärmere Jahreszeit beschränken. Die nutzbare Abwärmemenge des KHK St. Gallen wird fast verdoppelt. Das Kehrichtheizkraftwerk sei das Herzstück des städtischen Energiekonzeptes, sagte Stadtrat Peter Jans, Direktor der Technischen Betriebe, Mitte Mai.

983 Tonnen Grüngut eingesammelt

Entsorgung St.Gallen, das frühere Entsorgungsamt, widmet sich im Geschäftsbericht über das Jahr 2017 auch anderen Themen der Abfallbewirtschaftung. Anfang vergangenen Jahres wurde mit dem Einsammeln von Grüngut (Gartenabfälle, Rüstabfälle, Speisereste) begonnen. Es kam eine Jahressammelmenge von 983 Tonnen zusammen, was 42'000 geleerten Containern entspricht.

Zum Start der Grüngutabfuhr in der Stadt St.Gallen wurde das speziell dafür angeschaffte Fahrzeug zur Leerung der grünen Bio-Tonnen vorgestellt. (Bild: Michel Canonica - 4. Januar 2017)

Zum Start der Grüngutabfuhr in der Stadt St.Gallen wurde das speziell dafür angeschaffte Fahrzeug zur Leerung der grünen Bio-Tonnen vorgestellt. (Bild: Michel Canonica - 4. Januar 2017)

Die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten steige stetig, heisst es im Geschäftsbericht, ohne dass diesbezüglich Zahlen ausgewiesen werden. Noch kann die Grüngut­sammlung mit einem Fahrzeug bewältigt werden. Ob ein zweites angeschafft wird, ist offen; die Einführungsphase dauert bis zum Jahr 2021.

Mehrwegbecher hat sich bewährt

Bei Grossanlässen wie beispielsweise dem St.Galler Fest werden heute grundsätzlich depotpflichtige Mehrwegbecher verwendet. Entsorgung St.Gallen zieht dazu eine positive Bilanz: So betrug die durchschnittliche Abfallmenge beim St.Galler Fest in den letzten sechs Jahren 194 Gramm pro Person.

Vor der Einführung der Mehrwegbecher lag dieser Wert noch bei 335 Gramm, wie aus dem Geschäftsbericht 2017 hervorgeht. Diese markante Reduktion ist für die Abfallfachleute der Stadt ein klares Zeichen dafür, dass der Mehrwegbecher einer Lösung mit Einwegbechern überlegen ist.

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