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Zu laute Musik, zu laute Partygruppen: 30 Lärmklagen in der Stadt St.Gallen – und elf Schlafende

Die Stadtpolizei St.Gallen musste an diesem Wochenende 30 Mal wegen Lärmklagen ausrücken – und wegen elf Schlafenden.
Christoph Renn
Pro Jahr gehen bei der Stadtpolizei St.Gallen rund 900 Lärmklagen ein. (Bild: Getty)

Pro Jahr gehen bei der Stadtpolizei St.Gallen rund 900 Lärmklagen ein. (Bild: Getty)

Die Kantonspolizei rückte in der Nacht auf Sonntag innerhalb von zweieinhalb Stunden gleich 19-mal wegen Ruhestörungen aus. An diesem Wochenende hatte aber auch die Stadtpolizei alle Hände voll zu tun: «Es gab 30 Fälle von Ruhestörungen», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Damit ist es eines der lautesten Wochenenden des Jahres. Diese Häufung in drei Nächten sei aussergewöhnlich, aber nicht einmalig. Nächte wie an diesem Wochenende habe es in der Stadt St.Gallen schon früher gegeben.

Dionys Widmer, Sprecher Stadtpolizei St.Gallen. (Bild: PD)

Dionys Widmer, Sprecher Stadtpolizei St.Gallen. (Bild: PD)

Die meisten Meldungen gingen in der Nacht auf Samstag ein: «Während der ganzen Nacht mussten wir 14-mal ausrücken», sagt Dionys Widmer. In der Nacht auf Sonntag habe es zwölf Fälle gegeben, und in der Nacht auf Montag vier. Die Ruhestörungen hätten sich zeitlich jedoch jeweils über die ganze Nacht verteilt. «Im Gegensatz zu den Fällen der Kantonspolizei gab es in der Stadt keine Konzentration auf einen bestimmten Zeitrahmen», sagt Widmer. Die ersten Meldungen gingen bereits kurz nach 22 Uhr ein, die letzten in den frühen Morgenstunden.

Zu laute Musik, zu laute Partygruppen

Fast sämtliche Ruhestörungen ereigneten sich an diesem Wochenende im öffentlichen Raum. «Entweder war die Musik zu laut, oder Leute beschwerten sich über Personenlärm.» Jedoch war es den Polizeipatrouillen nicht immer möglich, den oder die Lärmverursacher zu finden. «Wenn eine Gruppe etwas zu laut durch die Stadt zieht, ist es manchmal schwierig, sie zu finden, oder es ist auch möglich, dass sich der Lärm bis zum Eintreffen der Polizei bereits wieder gelegt hat.»

Bussen wegen Ruhestörung habe die Polizei an diesem Wochenende trotz der vielen Lärmklagen nur eine ausstellen müssen. «Fast immer konnten wir die Situation mit Gesprächen beruhigen. Wir machen die Lärmverursacher jeweils darauf aufmerksam, dass sie zu laut sind.»

Ob es eines der lautesten Wochenenden des Jahres war, kann Dionys Widmer nicht genau sagen. Er vermutet, dass das gute Wetter ein Grund dafür war. «Zudem ist die Ferienzeit zu Ende und die meisten Bewohnerinnen und Bewohner sind wieder zu Hause.»

Trotz der 30 Ruhestörungen an einem Wochenende geht Widmer nicht davon aus, dass der September ein Rekordmonat wird. «Im Jahr 2016 verzeichneten wir im September rund 120 Lärmklagen.» 2017 seien es im selben Monat nur 60 Klagen gewesen. Die Marke von 120 Ruhestörungen wurde in diesem Jahr bereits im Juli geknackt. «Jedes Jahr gibt es einen Monat, der in der Statistik heraussticht», sagt Widmer. Meistens in der Sommerzeit. Über alle Sommermonate gesehen, sei es bisher aber ruhig geblieben. «Vor allem im August gab es nur wenig Fälle», sagt Widmer.

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl von Ruhestörungen zwischen 700 bis 900 Fällen bewegt. «Auch in diesem Jahr rechnen wir mit einer ähnlichen Anzahl», sagt Dionys Widmer. Wenn die kommenden Wochenenden jedoch lauter werden als gedacht, könnte es noch ein Jahr mit mehr Lärmklagen werden.

Die Stadtpolizei hat in den vergangenen Jahren einen kleinen Anstieg an Lärmklagen festgestellt, aber die Zahlen bewegen sich etwa im selben Rahmen wie vor sieben Jahren. Auch gäbe es kein Quartier oder keine Strasse, die durch häufige Ruhestörung auffallen.

Polizei holt zwei Männer von der Calatrava-Konstruktion runter

Neben den 30 Lärmklagen musste die Stadtpolizei St. Gallen 11-mal ausrücken, um schlafende Personen zu wecken, die Suchtmittel konsumiert hatten. «Vier junge Männer mussten wegen ihres Zustandes ins Spital gebracht oder durch die Eltern abgeholt werden.» Zudem musste die Polizei zwei Männer von der Glaskonstruktion der Calatrava-Halle herunterholen.

Die Polizei regiert bei Nachtruhestörung, wenn eine Lärmklage eingegangen ist. «Bemerken wir anlässlich einer Patrouillentätigkeit eine zu laute Lärmquelle, dann reagieren wir von uns aus», sagt Dionys Widmer. Ebenfalls kontrolliere die Polizei regelmässig, ob die Gastronomiebetriebe die Öffnungszeiten einhalten. «Stellen wir fest, dass immer die gleichen Lokale betroffen sind, dann erhöhen wir dort die Präsenz.» Für zu laute Privatpersonen droht eine Ordnungsbusse von 60 Franken.

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