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Sieben Millionen über Budget - Rechnung der Stadt Gossau schliesst besser ab als budgetiert

Die Jahresrechnung 2018 der Stadt Gossau schliesst mit einem betrieblichen Gewinn von 1,4 Millionen Franken. Weniger gut als budgetiert fällt das Ergebnis bei den Stadtwerken aus.
Roger Fuchs
Die Rechnung 2018 von Gossau ist fast 7 Millionen Franken besser als budgetiert.

Die Rechnung 2018 von Gossau ist fast 7 Millionen Franken besser als budgetiert.

Weniger Aufwand, höhere Steuereinnahmen: So lässt sich die finanzielle Situation 2018 der Stadt Gossau zusammenfassen. Der betriebliche Gewinn beträgt 1,4 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 5,4 Millionen Franken. Im Vergleich mit dem Vorjahresabschluss hingegen ist es eine Verschlechterung. 2017 betrug der Ertragsüberschuss 5 Millionen Franken.

Für Stadtpräsidenten Wolfgang Giella, seit letztem Juni im Amt, ist es die erste Jahresrechnung, die er präsentiert:

«Es ist schön, wenn man mit einem positiven Ergebnis starten kann»

Dennoch blickt er nicht sorgenlos auf die künftige Finanzentwicklung. Einerseits nähmen die Investitionen mächtig zu, andererseits würden sich Vorgaben des Bundes auf den Kanton und die Gemeinden niederschlagen. Faktoren, die es im Auge zu behalten gelte.

Nicht kalkulierbare Bereiche

Konkret zum besseren Rechnungsergebnis 2018 geführt hat ein gegenüber Budget um 3,3 Millionen Franken tieferer Aufwand. Gleichzeitig liegen die Einkommens- und Vermögenssteuern für das letztjährige Steuerjahr um rund fünf Millionen Franken über dem Budget. Verantwortlich für diese Abweichung macht Giella verschiedene Bereiche, die sich schlecht kalkulieren liessen; beispielsweise die nicht planbaren Selbstanzeigen oder der Umstand, wie viele Bürger denn auch tatsächlich ihre Steuern fristgerecht bezahlten. Auch übertreffen die Nachzahlungen für die Vorjahre, die Grundstückgewinnsteuern und die Quellensteuern die Erwartungen.

Die Rechnung 2018 wurde zum ersten Mal auf der Basis des neuen Rechnungsmodells St. Galler Gemeinden (RMSG) erstellt, was die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren nur noch sehr eingeschränkt ermöglicht. Gemäss neuer Rechnungslegung wird zwischen Betriebsrechnung (Stufe 1), Finanzergebnis (Stufe 2) und Gesamtergebnis (Stufe 3) unterschieden. Letzteres weist unter Berücksichtigung der Buchgewinne und der Pflichtauflösung von Reserven ein Plus von 10,8 Millionen Franken aus. Das ist rund 9 Millionen Franken besser als erwartet und 800000 Franken höher als der Vorjahreswert.

Investitionen liegen im Durchschnitt

Von den geplanten 15,7 Millionen Franken an städtischen Investitionen wurden 12,1 Millionen Franken umgesetzt. Damit liegt man in der Stadt Gossau im Schnitt der vergangenen sechs Jahre. Grosse Investitionsbrocken der jüngeren Vergangenheit waren die Komplettsanierungen der Schulhäuser Rosenau und Büel, wie Wolfgang Giella festhält. Die letztjährigen Investitionen konnten ohne Fremdkapital finanziert werden.

Ein Rückschlag resultiert im Gesamtergebnis (Stufe 3) der Stadtwerke Gossau. Statt des budgetierten Plus von 1,3 Millionen Franken gibt es einen Gewinn von gut 320000 Franken. Wie Urs Peter, Geschäftsführer ad interim sagt, ist diese Verschlechterung unter anderem auf die steigenden Preise im Elektrizitätsbereich zurückzuführen. Ebenso führt er die neue Rechnungslegung ins Feld. Mit Blick auf das laufende Jahr gibt sich Urs Peter überzeugt, dass sich das Ergebnis wieder einpendeln wird und im Rahmen der für 2019 budgetierten 2,2 Millionen Franken liegen dürfte.

Reserven für Projekte

Aus dem Rechnungsüberschuss von gut 10 Millionen Franken will der Stadtrat 4 Millionen in die Reserve für das neue Hallenbad und 1,3 Millionen Franken in die Reserve «Haus der Kultur» einlegen. Die verbleibenden knapp 4,8 Millionen Franken sollen der Ausgleichsreserve für künftige Rechnungsdefizite zugeführt werden. Damit verfügt Gossau im Topf für die Sportstättenplanung neu 26 Millionen Franken, im Topf für das «Haus der Kultur» lagern nun 2,8 Millionen Franken, wie von Wolfgang Giella zu erfahren ist.

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