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1100 Quadratmeter Provisorium

Am Dienstag eröffnet die Migros am Wittenbacher Dorfhügel eine vorübergehende Filiale – grösser als die alte im Zentrum. Später soll die Parzelle am Hügel die Hand wechseln.
Adrian Lemmenmeier
Das Migros-Provisorium am Wittenbacher Dorfhügel. 2021 soll von diesem Bau nichts mehr übrig sein. (Bild: Urs Bucher)

Das Migros-Provisorium am Wittenbacher Dorfhügel. 2021 soll von diesem Bau nichts mehr übrig sein. (Bild: Urs Bucher)

An Investoren verkaufen, im Baurecht vergeben oder als grüne Wiese belassen – was in Zukunft mit der Parzelle Neuhus am Fuss des Wittenbacher Dorfhügels geschehen soll, ist offen. Wie sie in den nächsten zweieinhalb Jahren genutzt wird, ist hingegen klar: Am Dienstag eröffnet die Migros dort eine provisorische Filiale, die bestehen bleibt, bis der Neubau im Zentrum fertiggestellt ist.

Noch sind nicht alle Regale eingeräumt. In der Eierauslage liegt noch ein Werkzeugkoffer, die Gemüsekisten sind leer und die Kühlregale mit grauen Vorhängen abgedeckt. «Gemüse und Früchte kommen erst kurz vor der Eröffnung», sagt Filialleiter Reto Stamm. «Der Kolonialwaren- und der Non-Food-Bereich sind schon vollständig eingeräumt.»

Mehr Platz und frisches Fleisch

Stamm führt gemeinsam mit Verkaufsgruppenleiter Martin Jenny, Projektleiter Ralf Balgar und Mediensprecherin Silke Seichter durchs 1100 Quadratmeter grosse Provisorium. «Im Oedenhof platzte der Laden aus allen Nähten», sagt Martin Jenny. Nun habe man 100 Quadratmeter mehr Platz als zuvor. «Das eigentliche Highlight ist die drei Meter lange Fleischtheke.» Eine bediente Metzgerei sei für ein Supermarkt-Provisorium nicht üblich. Neu gebe es ausserdem Zeitschriften und einen Reinigungsservice.

Mit der Migros ist auch die Oedenhof-Drogerie umgezogen. Der Laden steht in einer Ecke der Verkaufshalle, neben Kassen und Self-Check-out-Automaten.

Gemüse wird verschenkt, die Anlage zurückgebaut

Die meisten Lebensmittel wurden aus der Migros Oedenhof gezügelt. Gemüse und Früchte hingegen kommen frisch vom Verteilzentrum. «Frischwaren aus der alten Filiale geben wir ans Hilfswerk Schweizer Tafel», sagt Filialleiter Stamm.

Zum Provisorium am Dorfhügel gehören auch Lagrerräume und 70 Parkplätze. Gut vier Millionen Franken hat Migros Ostschweiz in den Bau investiert; rund 60 Millionen wendet die Genossenschaft insgesamt für die Projekte in Wittenbach auf. Das Provisorium wird schon zum zweiten Mal verwendet; bis Anfang August beherbergte dieselbe Konstruktion eine Filiale in Winterthur. Danach wurde sie ihre in Einzelteile zerlegt und einen Monat später in Wittenbach aufgebaut.

2021 soll die Halle wieder abgebrochen werden. «Alles wird danach wieder so sein wie zuvor», sagt Ralf Balgar, Projektleiter Bau. Die für das Fundament ausgehobene Erde liegt derzeit hinter dem Haus zu einem Haufen aufgetürmt. In drei Jahren werde man hier statt Parkplätzen, Kühlanlagen und Einkaufshallen wieder eine grüne Wiese antreffen. Vorerst zumindest.

Wie weiter mit Neuhus?

Die Parzelle Neuhus ist derzeit noch im Besitz der Primarschulgemeinde Wittenbach. 67500 Franken bezahlt Migros Ostschweiz jährlich Miete. Vertraglich festgehalten ist ausserdem, dass die Migros das Provisorium vollständig zurückbaut, und die Parzelle nach Beendigung des Mietverhältnisses wieder aussieht wie zuvor (siehe Haupttext).

Danach soll die Parzelle Neuhus von der Schulgemeinde an die politische Gemeinde überschrieben werden. Dies ist gemäss Gutachten zum Bau der Schulanlage Sonnenrain vorgesehen. 2016 haben die Wittenbacherinnen und Wittenbacher dem Projekt an der Urne klar zugestimmt, der Bau des Schulhauses hat im August begonnen. Ebenso sollen die alten Schulhäuser auf dem Dorfhügel an die politische Gemeinde gehen. Diese erhalte so die einmalige Chance, im Zentrum der Gemeinde ein Gebiet von 20000 Quadratmeter zu entwickeln.

Wann genau die Parzelle Neuhus an die politische Gemeinde übergeht, ist noch unklar. «Ein genauer Zeitpunkt der Eigentumsübertragung ist noch nicht festgelegt», schreibt Ruth Keller, Präsidentin der Primarschulgemeinde auf Anfrage.

Verkauf oder Vergaben

im Baurecht Was auf der Parzelle Neuhus geschehen soll, wird derzeit diskutiert – auch im Wahlkampf ums Gemeindepräsidium. Der Parteilose Oliver Gröble schrieb im «Tagblatt», er halte es für falsch, das Land zu verkaufen, ohne die Rahmenbedingungen zu definieren. Norbert Näf (CVP) schwebt ein Wettbewerb vor, zum Beispiel für eine genossenschaftliche Siedlung, die sich weitgehend selbst mit Energie versorge. (al)

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