Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

104 Zimmer: Die Stadt St.Gallen bekommt ein neues Hotel

Seit Juli entsteht östlich des Bahnhofs St.Fiden das Geschäftshaus Vier Winkel. Die erste und grösste Mieterin ist bekannt: Die Hotelkette Ibis eröffnet in St.Gallen einen Standort mit 104 Zimmern.
Seraina Hess
Grossbaustelle in St.Fiden: Hier entsteht die Überbauung «Vier Winkel» mit Hotel. (Bild: Urs Bucher)

Grossbaustelle in St.Fiden: Hier entsteht die Überbauung «Vier Winkel» mit Hotel. (Bild: Urs Bucher)

Die Baustelle östlich des Bahnhofs St. Fiden zeigt bereits die Dimensionen des Geschäftshauses Vier Winkel, das dort entsteht: Eine sechsgeschossige Überbauung mit einer Mietfläche von rund 8000 Quadratmetern, die im September 2020 Eröffnung feiern soll. Der Bau, umrahmt von Heiligkreuzstrasse und Spinnereiweg, ist ein Projekt der St. Galler Mettler2Invest AG. Vier Winkel richtet sich unter anderem an potenzielle Büromieter: Finanzdienstleister, Marketing-Agenturen oder Versicherungen gehören ebenso dazu wie Kanzleien und Gesundheitspraxen. Mietinteressenten gebe es inzwischen einige, sagt Projektleiter Jörg Nellen. Bisher ist aber erst ein Vertrag unter Dach und Fach: Die Accor-Gruppe, Betreiberin der Hotelkette Ibis, eröffnet ein «Ibis Styles»-Hotel in St. Fiden.

Ibis nimmt mehr als die Hälfte des Baus ein


Das «Ibis Styles» gilt als Designhotel, das im Vergleich zu anderen Ibis-Ablegern grössere Räume anbietet und ein Augenmerk auf Einrichtung legt. Das Hotel beabsichtigt, in St. Fiden einen Betrieb mit insgesamt 104 Zimmern zu eröffnen, der auf sechs Stockwerken im westlichen Gebäudeteil untergebracht wird. Damit nimmt das Hotel über die Hälfte der gesamten Mietfläche von Vier Winkel ein: Inklusive Tiefgarage sind es 5763 Quadratmeter.

Die Mettler2Invest hat nicht aktiv nach einem Hotelbetrieb für die Überbauung gesucht. Die französische Accor-Gruppe, die neben den Ibis-Marken weitere internationale Hotelketten unter sich vereint, habe von sich aus Interesse bekundet, sagt Jörg Nellen: «Wir sind im Innenausbau sehr flexibel und konnten deshalb auf Wünsche reagieren und beispielsweise die Fenster anpassen.» Ein Speiserestaurant dürfte es im «Ibis Styles» nicht geben, einen Frühstücksraum und gegebenenfalls ein simples Food-Angebot schon, heisst es bei der Accor-Gruppe.

Ibis eröffnet einen Standort in St. Gallen, weil die Kette in der Ostschweiz bisher nicht vertreten ist. «Wir sind in der Schweiz hauptsächlich in der Romandie oder in Zentren wie Zürich tätig», sagt Pascal Gérard, Technischer Direktor bei Accor. Das nächstgelegene Ibis-Hotel befindet sich in Winterthur.

Obschon die Hotelmarke, der Standort am Bahnhof St. Fiden und die Nähe zu den Olma-Messen auf ein Business-Hotel schliessen lassen, sind Geschäftsleute gemäss Gérard nicht die Hauptzielgruppe. Touristen sollen gleichermassen angesprochen werden. «St. Gallen ist eine aufstrebende Stadt, deshalb nutzen wir jetzt die Gelegenheit, hier einen Standort zu eröffnen.» Gérard ergänzt: «Gut möglich, dass es nicht das letzte Ibis-Hotel in der Stadt bleiben wird.»

Olma Messen sind zufrieden

Die Nähe zum Olma-Messeareal war für Accor nicht entscheidend bei der Standortwahl. Den Olma-Messen komme diese aber durchaus entgegen, sagt Direktor Nicolo Paganini. «Auch wenn wir uns ein Hotel in noch unmittelbarerer Nähe gewünscht hätten.» Immerhin sei das Messegelände in Gehdistanz erreichbar. «Das Ibis ist für uns vor allem positiv, weil es in St. Gallen an günstigen Hotelangeboten mangelt.» Aussteller oder Tagungsbesucher mit kleinem Budget wünschten sich solche schon lange. Die Olma-Messen hatten bereits vor Jahren ein Kongresszentrum mit Hotel auf dem Areal der ehemaligen Halle 7 geplant. Das Vorhaben gipfelte in einem Rechtsstreit und wurde 2013 schliesslich begraben.

2019 steigt die Zahl der Hotelzimmer

Mit 104 Zimmern ist das «Ibis Styles» in der Stadt bereits als Hotel-Grossbetrieb zu werten, wie Zahlen von St. Gallen-Bodensee Tourismus belegen. Zum Vergleich: Das Hotel Oberwaid, das grösste Hotel auf städtischem Boden, besitzt 140 Zimmer. Aktuell gibt es in der Stadt gesamthaft 877 Zimmer – das Hotel Säntis­park mit 136 Zimmern liegt auf Abtwiler Boden. Im kommenden Jahr rechnet St. Gallen-Bodensee Tourismus mit 968 Hotelzimmern in der Stadt. Der Anstieg gründet auf dem Ausbau des Hotels Walhalla, das im kommenden Herbst wiedereröffnet. Das Hotel Schwanen an der Webergasse hingegen stellt den Logierbetrieb ein.

Das «Ibis Styles» wird die Angebotspalette im Folgejahr erweitern. Damit ist auch St. Gallen Bodensee Tourismus zufrieden: «Die Stadt ist als Destinations-Hub der Region ideal.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.