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100 E-Trottinette stehen bereit: Das Pilotprojekt in St.Gallen beginnt

Am Dienstag startet das Pilotprojekt zu den E-Scootern in der Stadt. Der schwedische Anbieter Voi hat 100 Fahrzeuge aufgestellt.
Christoph Renn
Claus Unterkircher vom E-Scooter-Anbieter Voi präsentiert das Modell für die Stadt St. Gallen. (Bilder: Benjamin Manser)

Claus Unterkircher vom E-Scooter-Anbieter Voi präsentiert das Modell für die Stadt St. Gallen. (Bilder: Benjamin Manser)

Sie erobern in diesem Sommer Städte auf der ganzen Welt: E-Trottinette. Seit heute stehen auch in der Stadt St. Gallen 100 Modelle. Der schwedische Anbieter Voi führt zusammen mit der Stadt in den kommenden drei Monaten ein Pilotprojekt durch. Ziel des Projekts ist, Erfahrungen über den Nutzen sowie die Akzeptanz und den Umgang mit E-Trottinetten zu sammeln, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Wie es danach weitergeht, bleibt offen. Claus Unterkircher, General Manager bei Voi, sagt aber: «Falls das Angebot gut ankommt, können wir es auch ausbauen und auf ein grösseres Gebiet ausdehnen.»

Mit 100 E-Trottinetten startet das schwedische Unternehmen, das bereits in 33 europäischen Städten vertreten ist, verhalten. «Wir wollen die Stadt nicht mit E-Scootern überfluten», sagt Claus Unterkircher. Dies hätten sie mit der Stadt so abgemacht. Sowieso sei ihm die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Polizei wichtig. «Wir wollen uns nicht aufdrängen.»

Die Vertreter aus St. Gallen seien dem Projekt jedoch von Anfang an positiv gegenübergestanden. Die E-Trottinette sind gemäss Stadt ganz im Sinne des Energiekonzeptes 2050 und des Mobilitätskonzepts 2040, denn sie würden einen umweltfreundlichen, effizienten und cleveren Mix der verschiedenen Verkehrsmittel fördern.

Über die ganze Stadt verteilt

Die 100 elektrischen Scooter sind über die ganze Stadt verteilt. «Wir bedienen ein Gebiet zwischen Bahnhof und Olma-Areal», sagt Claus Unterkircher. Drei bis vier Fahrzeuge stehen jeweils an den verschiedenen Veloparkplätzen bereit. Über eine App können Nutzerinnen und Nutzer die nahesten E-Trottinette sehen. Nach dem Gebrauch müssen sie innerhalb des Gebietes abgestellt werden. Dabei gibt es eine Regel zu beachten: Wer sie auf dem Trottoir abstellt, muss darauf achten, dass mindesten 1,50 Meter frei bleiben. Sonst gelten für die E-Scooter-Nutzer dieselben Regeln wie für Velofahrer. So ist die Fahrt auf Trottoirs verboten.

Das Voi-Modell erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde.

Das Voi-Modell erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde.

«Unsere Erfahrungen in anderen Städten wie beispielsweise Winterthur haben gezeigt, dass die E-Scooter meistens für eine Distanz von zwei bis drei Kilometer genutzt werden.» Die Batterien der Voi-Modelle, die bis zu 20 Kilometern pro Stunde schnell sind, reichen maximal für eine Fahrt von 40 Kilometern.

«Wir sehen in Echtzeit, über wie viel Akku die einzelnen Trottinette verfügen und wo sie stehen»

Jeden Abend nach 21 Uhr sammelt der Anbieter die 100 Trottinette wieder ein. Über Nacht werden die Batterien wieder aufgeladen.

Die Trottinette schaffen es auf die Hügel

Das Pilotprojekt soll der Stadt zeigen, ob das Angebot in St.Gallen angenommen wird, und dem Anbieter, ob die Stadt dafür geeignet ist. Laut Unterkircher ist St.Gallen prädestiniert für E-Trottinette. Auch die speziellen topografischen Eigenschaften sollten kein Problem darstellen: «Testfahrten haben gezeigt, dass es unsere Scooter auf alle Hügel schaffen.» Nur bei extrem steilen Strassen müssten die Fahrerinnen und Fahrer mit eigener Muskelkraft nachhelfen.

So funktioniert’s

Die insgesamt 100 Trottinette werden täglich um 7 Uhr früh an verschiedenen Veloabstellplätzen der Stadt bereitgestellt. Bis 21 Uhr stehen sie zur Verfügung, ehe sie wieder eingesammelt und über Nacht aufgeladen werden. Den nächsten freien E-Roller können Nutzer mittels gratis Smartphone-App finden und ausleihen. Nach dem Scannen des QR-Codes auf dem jeweiligen Scooter kann die Fahrt beginnen. Kosten entstehen immer dann, wenn ein Scooter auch tatsächlich genutzt wird – Fixkosten wie eine monatliche Grundgebühr gibt es bei Voi nicht, ebenso wenig eine Anmeldegebühr. Vor jeder Fahrt fällt eine Gebühr zur Freischaltung von zwei Franken an. Danach zahlen die Nutzerinnen und Nutzer 30 Rappen pro Minute. Wer das E-Trottinett wieder an einem Veloparkplatz abstellt, bekommt einen Franken zurückerstattet. (ren)

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