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Kommentar

St.Gallen und Vorarlberg brauchen eine gemeinsame Strategie für den Flugplatz Altenrhein

Der Flugplatz Altenrhein ist ein beliebtes Streitobjekt. Und doch ist er wichtig für die Region - das zeigt eine Studie der Wirtschaftsverbände. Nun müssen sich der Kanton St.Gallen und das Bundesland Vorarlberg auf eine gemeinsame Zukunftsstrategie für den Flugplatz einigen.
Adrian Vögele
Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

Der Flugplatz Altenrhein mit seinen Linienflügen nach Wien: Ist das nicht im Grunde eine Vorarlberger Exklave, die der Ostschweiz gar nicht viel bringt? Solchen und ähnlichen Vorurteilen sind die Wirtschaftsverbände aus Vorarlberg und dem Rheintal heute entgegengetreten – und haben beachtliche Zahlen präsentiert. Dass vom Flugplatz über 500 Arbeitsplätze in der Region abhängen und er Dutzende Millionen Franken an indirekter Wertschöpfung erzielt, darf man ruhig einmal sagen. Darauf wollen die meisten Ostschweizer und Vorarlberger ziemlich sicher nicht verzichten.

Natürlich ist es kein Zufall, dass die Wirtschaft gerade jetzt mit diesen Zahlen auf den Plan tritt. Demnächst beginnen grundsätzliche Gespräche auf politischer Ebene über die künftige Entwicklung des Flugplatzes. Dass der Kanton St. Gallen und das Bundesland Vorarlberg gemeinsam eine Interessenanalyse in Auftrag gegeben haben, lässt auf einen konstruktiven Dialog über die Grenze hinweg hoffen. Meinungsverschiedenheiten in der Vergangenheit mögen darüber hinweggetäuscht haben, dass schweizerische und österreichische Interessen in Altenrhein eng verflochten sind. Umso mehr ist es notwendig, dass sich die Länder auf eine Strategie für den Flugplatz einigen. Die Wirtschaftsverbände sagen mit Recht, dass Kirchturmpolitik in diesem Fall nicht zu guten Lösungen führen wird.

Zu einem sachlichen Dialog dürfte auch die Haltung der Flugplatzbetreiber beitragen: Die Zeit der Experimente ist vorbei, das hat Eigentümer Markus Kopf bereits im vergangenen Sommer in einem Interview mit unserer Zeitung klargemacht. So wird es keine neuen Versuche mit zusätzlichen Liniendestinationen geben – diese Schlussfolgerung ist nach dem missglückten Köln-Abenteuer völlig richtig. Moderat wachsen könnte beispielsweise der Charterverkehr in den Mittelmeerraum, der übrigens vor allem von Schweizer Passagieren genutzt wird. Dass People’s jetzt mehr Flexibilität bei den Betriebszeiten fordert, ist verständlich. Ob dazu eine Einigung zustande kommt, ist aber offen. So oder so jedoch ist es angebracht, dass sich die Politik und die Beteiligten gemeinsam überlegen, wohin die Reise für den Flugplatz gehen soll.

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