ST.GALLEN: St.Galler Todesschütze noch nicht identifiziert

Bisher hat die Kantonspolizei nur wenige Hinweise erhalten, wer am Donnerstagmorgen in der Webergasse einen Kosovaren erschossen hat. Bei der Kriminalpolizei arbeiten über Pfingsten deshalb mehr Beamte als normal.

Drucken
Teilen
Blick auf den Tatort an der St.Galler Webergasse. (Bild: Urs Bucher)

Blick auf den Tatort an der St.Galler Webergasse. (Bild: Urs Bucher)

ST.GALLEN. Wer hat Spahiu Haki getötet? Diese Frage ist auch am Samstag noch nicht geklärt. "Wer wissen noch nicht, wer der Täter ist", sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen auf Anfrage. Der 42jährige Kosovare wurde am frühen Donnerstagmorgen inmitten der Stadt St.Gallen von mindestens einer Kugel tödlich getroffen. Vom Täter wissen die Ermittlungsbehörden nicht viel. Der Mann soll zwischen 40 bis 50 Jahre alt und korpulent sein. Er soll hellblaue Jeans, eine dunkle Jacke, eine Schirmmütze und einen Dreitagebart getragen haben; beim Verlassen des Tatorts soll er zudem einen blauen Regenschirm gehalten haben.

Besonders schwierige Situation
Am Freitag hatte die Polizei ein Porträtbild des Opfers veröffentlicht und die Bevölkerung um Hinweise gebeten. "Wir haben einige wenige Rückmeldungen erhalten, denen wir nun nachgehen", sagt Krüsi. Es sei aber eine besonders schwierige Situation: Das Opfer war illegal in der Schweiz, habe schwarz auf Baustellen gearbeitet. "Doch wir sind davon überzeugt, dass wir den Täter über das Opfer finden", sagt Krüsi. In aller Regel stünden Opfer und Täter vor einem Tötungsdelikt in einer Beziehung zueinander. Da der Täter weiter auf der Flucht ist, hat die Kantonspolizei die Dienstpläne über Pfingsten umgestellt: Es arbeiten mehr Mitarbeiter der Kriminalpolizei als üblich während Feiertage, sagt Polizeisprecher Krüsi. Es gehe beispielsweise darum, Spuren auszuwerten. (seb.)