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ST.GALLEN: St.Galler Kantonsrat beschliesst Steuererleichterungen für Familien

Der Kantonsrat hat am Dienstag in erster Lesung höhere Steuerabzüge beschlossen, von denen Familien mit Kindern profitieren. Unter anderem werden die Abzüge für die Kinderprämien der Krankenversicherung von 600 auf 1000 Franken erhöht.
== (Bild: Daniel Roland/AP)

== (Bild: Daniel Roland/AP)

Den Anstoss dazu gab eine Motion, die allerdings nur in geänderter Form überwiesen wurde. Die SP-Grüne-Fraktion hatte zuerst generelle Anpassungen der Pauschalabzüge für Versicherungsprämien verlangt, damit aber keine Mehrheit gefunden. Nach längeren Diskussionen setzte sich eine abgeänderte Version der CVP-EVP-Fraktion durch, die die höheren Steuerabzüge auf die Krankenkassenprämien für Kinder beschränken wollte.

Kinderabzüge unbestritten

Konkret soll der maximale Steuerabzug der Kinderprämien von bisher 600 auf 1000 Franken erhöht werden. In der vorberatenden Kommission war der Vorschlag unbestritten. Gerechnet wird mit Steuerausfällen von rund 2,4 Millionen Franken an einfachen Steuern.

Weiter sollen die Abzüge für die Betreuung von Kindern durch Drittpersonen von 7500 auf 15'000 Franken erhöht werden. Dazu gab es in der Session verschiedene Anträge, die eine Erhöhung des Abzugs auf 25'000 Franken verlangten.

Ausweitung der Abzüge abgelehnt

Die SVP verlangte in einem weiteren Antrag zusätzlich höhere Abzüge auch für andere Versicherungsprämien, von denen alle Steuerpflichtigen profitieren würden. Die Maxima seien seit 1999 unverändert geblieben, sagte der Sprecher der SVP-Fraktion.

Das Anliegen sei Bestandteil eines Pakets, das bald im Zusammenhang mit der Steuervorlage 17 präsentiert werde, wandten verschiedene Sprecher anderer Fraktionen ein. Es sei dafür der falsche Zeitpunkt. Der Antrag wurde mit 71 gegen 42 Stimmen abgelehnt.

Danach ging es um die Abzüge für die Kinderbetreuung. Dort waren sich die Fraktionen von CVP-GLP, FDP und SP-Grüne - unterstützt von einem Teil der SVP - einig, dass eine Erhöhung auf 25'000 Franken ermöglicht werden soll. Der Antrag wurde mit 80 gegen 30 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Mit diesen Beschlüssen hat der Kantonsrat in erster Lesung den maximalen Steuerabzug der Kinderprämien von bisher 600 auf 1000 Franken erhöht. Die Abzüge für die Betreuung von Kindern durch Drittpersonen werden von bisher 7500 auf maximal 25'000 Franken erhöht. (sda)

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