ST.GALLEN: SOB verzichtet auf SBB-Drittverkaufsstellen

Die Schweizerische Südostbahn AG steigt nicht ein bei den SBB-Drittverkaufsstellen. Die Gespräche mit potenziellen Partnern führten zu keiner erfolgsversprechenden Lösung.

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Die SOB hat nicht die technischen Möglichkeiten, die Drittverkaufsstellen der SBB zu übernehmen. (Bild: Urs Bucher)

Die SOB hat nicht die technischen Möglichkeiten, die Drittverkaufsstellen der SBB zu übernehmen. (Bild: Urs Bucher)

Als die SBB ankündigten, per Ende Jahr die Zusammenarbeit mit 52 Drittverkaufsstellen zu beenden, gab die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) bekannt, sie überlege sich, als Vertragspartner einzuspringen. 20 der 52 Drittverkaufsstellen befinden sich in den Kantonen Thurgau und St.Gallen. Damals sagte SOB-Mediensprecherin Ursel Kälin, es hätten bereits Gespräche mit Gemeinden stattgefunden. Sie sagte aber auch, dass die SOB nur eine Lösung anbieten werde, die sowohl für die Drittverkaufsstellen als auch für die SOB einen Gewinn darstellen würde.

In der Zwischenzeit hat das Bahnunternehmen detaillierte Abklärungen für einen Einstieg vorgenommen und auch diverse Gespräche mit Verkaufsstellen im SOB-Marktgebiet geführt, wie die SOB in einer Mitteilung schreibt. Dabei standen vor allem die umsatzstärksten Filialen Bad Ragaz und Altstätten im Fokus. Laut Mitteilung führten die Abklärungen jdeoch zu keiner überzeugenden Lösung. In der kurzen Frist lasse sich weder für die SOB noch für die potenziellen Partner sowie die betroffene Kundschaft eine technische Lösung realisieren, die allen Bedürfnissen gerecht werde, heisst es weiter.

Die SOB will ihre Kräfte bündeln und sich auf laufende Projekte und Aktivitäten konzentrieren. (pd/maw)