ST.GALLEN
Passanten finden scharfe, über 100-jährige Stahlgranate im Sittertobel – Spezialgruppe der Armee hilft bei der Sicherstellung

Am Donnerstagabend meldeten Passanten der Stadtpolizei St.Gallen einen möglichen Blindgänger am Sitterufer. Der Verdacht bestätigte sich und die scharfe, rund hundertjährige Stahlgranate konnte schliesslich am Freitagmittag durch ein Spezialkommando der Schweizer Armee sichergestellt werden.

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Der Blindgänger musste sichergestellt werden.

Der Blindgänger musste sichergestellt werden.

Bilder: Stapo SG

(stapo/chs) Am frühen Donnerstagabend hielten sich Passanten auf einer Sandbank im Sittertobel nahe der Rechenwaldstrasse auf, als sie ein handgranatenartiges, stark verwittertes Etwas entdeckten. Sie meldeten ihren Fund der Stadtpolizei St.Gallen. Wie es in der entsprechenden Polizeimeldung heisst, bestätigte sich der Verdacht: Es handelte sich um einen scharfen Blindgänger. Konkret um eine rund hundertjährige, 7,5 cm Stahlgranate eines Schweizer Artilleriegeschützes.

Der Bereich nahe der Rechenwaldstrasse wurde abgesperrt und gesichert. Zudem wurden die Spezialisten des Kommando KAMIR (Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung) der Schweizer Armee beigezogen. Diese konnten ebenfalls bestätigen, dass es sich um einen scharfen Blindgänger handelt.

Das Fahrzeug für den Abtransport des Blindgängers ist speziell gesichert.

Das Fahrzeug für den Abtransport des Blindgängers ist speziell gesichert.

Die Sicherstellung und der Abtransport der Stahlgranate in einem speziell gesicherten Lastwagen der Armee fanden am Freitagmittag statt.

Wie Stadtpolizei-Mediensprecher Dionys Widmer auf Anfrage sagte, sei es gut möglich, dass die Stahlgranate durch das Hochwasser der letzten Woche ans Ufer gespült worden sei. «Woher aber die Granate genau kommt und wie lange sie schon im Sittertobel liegt, weiss aber niemand genau.»

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