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Kommentar

Zentralisierung 
liegt im Trend: St.Gallen sagt deutlich Ja zur Neuordnung bei den Berufsfachschulkommissionen

Neu sollen die Berufsfachschulkommissionen dem kantonalen Amt für Berufsbildung unterstellt werden. Das Bildungsdepartement will der Regierung beantragen, die neue Regelung auf 1. Juni 2020 in Kraft zu setzen. FDP, SVP, Gewerbeverband sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) hatten die Vorlage unterstützt. Dagegen hatten sich CVP und SP ausgesprochen.
Regula Weik
Regula Weik, Redaktorin Ressort Ostschweiz.

Regula Weik, Redaktorin Ressort Ostschweiz.

Die St. Galler Berufsfachschulen werden neu aufgestellt. Ihre Führung wird neu organisiert. Heute üben die Berufsfachschulkommissionen – Milizgremien, die mit Vertretern aus der Wirtschaft und den Regionen besetzt sind – die Aufsicht über die Schulen aus. Damit ist nun Schluss. Die Kommissionen werden dem kantonalen Amt für Berufsbildung unterstellt. Sie können in verschiedenen Bereichen nicht mehr selber entscheiden; sie können künftig noch Anträge stellen. Die heutige Regelung hatte in der Vergangenheit zu Unklarheiten und Doppelspurigkeiten zwischen dem kantonalen Amt für Berufsbildung und den Berufsfachschulkommissionen geführt. Diese waren Auslöser der Reform. St. Gallerinnen und St. Galler haben die Veränderungen gestern klar gutgeheissen.

Das Volk war nur deshalb gefragt, weil sich im Kantonsparlament CVP und SP in letzter Minute aufgebäumt hatten. Die beiden hatten derart grosse Bedenken gegen die Reform, dass sie das Ratsreferendum ergriffen. In den letzten Tagen vor der Abstimmung war dann deutlich geworden: Auch die Präsidenten der umstrittenen Berufsfachschulkommissionen sind sich keineswegs einig.

Ob die Kommissionen tatsächlich zu Briefträgern degradiert werden und die Wirtschaft an Einfluss verliert, wird sich zeigen. Auch ob das Amt für Berufsbildung genügend Ressourcen für die neue Aufgabe bereitstellen kann. Die im Vorfeld geäusserte Kritik, so unterschiedlich motiviert sie auch sein mag, hat etwas gezeigt: Zentralisierungsbestrebungen im Bildungswesen werden nicht einfach hingenommen, sondern hinterfragt. Regierung und Bildungsdepartement können trotzdem einen klaren Abstimmungserfolg feiern. Das Milizsystem ist unter Druck, die Zentralisierung scheint im Trend zu liegen. Sie dereinst rückgängig zu machen, wird kaum möglich sein.

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