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ST.GALLEN: Psychisch kranke Häftlinge werden künftig in Wil untergebracht

Im Kanton St.Gallen fehlen Plätze für psychisch kranke Häftlinge. Auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik in Wil soll nun für 12,9 Mio. Franken eine geschlossene Forensik-Station mit 16 Plätzen gebaut werden. Die Regierung hat dazu eine Bauvorlage verabschiedet.
Auf dem Areal der psychiatrischen Klinik Wil soll ein eingeschossiges Gebäude mit 16 Betten für psychisch kranke Häftlinge entstehen. (Bild: REGINA KUEHNE (KEYSTONE))

Auf dem Areal der psychiatrischen Klinik Wil soll ein eingeschossiges Gebäude mit 16 Betten für psychisch kranke Häftlinge entstehen. (Bild: REGINA KUEHNE (KEYSTONE))

Heute fehle im Kanton St.Gallen eine Klinikstation für psychisch kranke oder gestörte Häftlinge mit einem mittleren Sicherheitsrisiko, teilte die St.Galler Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Bisher mussten solche Personen ausserkantonal untergebracht werden, oder sie seien in ein Gefängnis eingewiesen oder dort belassen worden. Diese Lösung sei aber weder von der baulichen noch der personellen Ausstattung her für psychisch kranke Häftlinge geeignet.

In der geplanten Forensik-Station würden vor allem Häftlinge mit psychischen Störungen oder Psychosen sowie Sexualdelinquenten untergebracht, erklärte Justiz- und Polizeidirektor Fredy Fässler (SP) gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Sie könnten sich im Vollzug einer Massnahme befinden oder würden für Abklärungen eingewiesen.

Station mit 16 Betten

Geplant ist auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik Wil ein eingeschossiges Gebäude mit 16 Betten, drei Sicherheitszimmern, dazu Aufenthalts- Therapie- und Beschäftigungsräumen sowie einem gesicherten Aussenraum.

Die Forensik-Station solle ähnlich wie heute etwa die geschlossene Abteilung des Massnahmenzentrums Bitzi in Mosnang eine "mittlere Sicherheit" bieten, so Fässler. Es sei "kein Hochsicherheitstrakt" geplant.

Bund zahlt mit

Die Bauvorlage wird voraussichtlich in der Aprilsession vom Kantonsrat beraten. Stimmt das Parlament zu, könnten die Bauarbeiten 2020 beginnen. An die Kosten von insgesamt 12,9 Mio. Franken soll sich der Bund mit voraussichtlich 3,8 Mio. Franken beteiligen. Für den Kanton verblieben damit noch Aufwendungen in der Höhe von 9,1 Mio. Franken. (sda)

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