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ST.GALLEN: Olma freut sich über Vertrauensbeweis

Die Olma-Messen St. Gallen blicken nach dem Jubiläumsjahr optimistisch in die Zukunft. Der Messeveranstalter kann nach den jüngsten Abstimmungserfolgen den Autobahndeckel planen und präsentiert rekordverdächtige Zahlen.
Jonas Manser
Die Olma bleibt selbstverständlich der Höhepunkt im St. Galler Messejahr. (Bild: Urs Bucher)

Die Olma bleibt selbstverständlich der Höhepunkt im St. Galler Messejahr. (Bild: Urs Bucher)

Jonas Manser

jonas.manser@tagblatt.ch

«Die einstimmige Annahme ist ein Vertrauensbeweis», sagt ­Thomas Scheitlin, Verwaltungsratspräsident der Olma-Messen St. Gallen. Der Stadtpräsident meint die Abstimmung vom 4. März zum städtischen und zum kantonalen Finanzierungsbeitrag für die Überdeckung der Stadtautobahn. Das Projekt «Olma-Neuland» habe somit gleich zwei Hürden erfolgreich genommen.

Ungetrübt ist auch die Bilanzrechnung vom Jubiläumsjahr: Das 75. Jahr lieferte das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. «2017 war ein sehr gutes Jahr für uns», freut sich Scheitlin. Das «solide» Ergebnis sei wegweisend und bestätige, dass das Unternehmen mit seiner Strategie richtig positioniert sei.

Die Olma-Messen erzielten einen Umsatz von 31,7 Millionen Franken, das Betriebsergebnis vor Abschreibungen lag bei 8,9 Millionen Franken. Bei etwa gleichbleibendem Aufwand nahm das Unternehmen damit rund 600000 Franken mehr ein als im Vorjahr. Die guten Zahlen erklärt Scheitlin mit erfolgreichen Eigenmessen sowie mit gut besuchten Kongressen. «Wir stellen fest, dass unser Geschäfts­modell momentan funktioniert. Ob das in zehn Jahren noch der Fall sein wird, das wissen wir noch nicht», sagt Nicolo Paganini, Direktor der Olma-Messen.

Eigenmessen gehören nach wie vor zu den wichtigsten Pfeilern im Messeprogramm: Das Unternehmen stellte davon neun auf die Beine, eine weniger als im Vorjahr. Ausserdem standen drei Gastmessen, zwei Eigenveranstaltungen und 108 Kongresse auf dem Jahresplan 2017. Kumuliert ergaben diese 3903 Aussteller und 713069 Besucher – rund 10000 Besucher weniger als 2016. Trotzdem sind die Zahlen erfreulich, speziell was Kongresse und Veranstaltungen betrifft: Diese bestätigten St. Gallen als Kongressstandort, sagt Scheitlin. «Die Kennzahlen haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt. Wir können auf dem eigenen Areal nicht mehr wachsen.» Vielmehr brauche man zusätz­liche Kapazitäten, wie sie nun aufgegleist worden sind. «Wir bauen nicht sofort los», antwortet Nicolo Paganini auf die Frage, wie es nach der Zustimmung an der Urne weitergehe. «Die Finanzierung ist dank der Unterstützung von Stadt und Kanton gesichert. Auch bei den Banken liegen schriftliche Verträge vor», stellt Thomas Scheitlin fest.

Einweihung «Neuland» an der Olma 2024

Die Bilanz zeigt beim Konto «Bankschulden und Darlehen» noch eine Null. «Das wird nicht mehr lange so bleiben», sagt ­Paganini. Mit der Überdachung der Autobahn und damit dem «Olma-Neuland» werde das Spiel wieder von vorne beginnen. Doch die guten Ergebnisse erlaubten einen optimistischen Blick in die Zukunft. «Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Schuldenberg wieder abbauen können.»

Nach der Präqualifikation, die bereits angelaufen ist, wird Ende Oktober 2018 über den Wettbewerb gerichtet. 2020 soll dann das Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden. An der Olma 2024 könnte gemäss Zeitplan die neue Messe- und Eventhalle ­offiziell eröffnet werden. «Dies verzögert sich, falls Einsprachen eingehen, die wir allenfalls vor Gericht tragen müssten», sagt Paganini.

Im laufenden Jahr legt das Unternehmen die Strategie 2019 bis 2022 fest. Dazu gehören Verbesserungen der bestehenden Infrastruktur in den Hallen 2 und 3: Die zweite Etappe der Lüftungssteuerung, die Modernisierung der Personenlifte sowie die Fassadengestaltung stehen an.

Auch 2018 bleibt die Olma im Herbst selbstverständlich der Höhepunkt des Messejahres. Vom 11. bis 15. April findet die 42. Ostschweizer Frühlings- und Trendmesse statt, Ende Mai die 7. Energie-Tage St. Gallen. Nach der Sommerpause wird die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung zum 25. Mal durchgeführt. Auch die Ostschweizer Messe für ­Mobilität findet – im November – wieder statt. «Im vergangenen Jahr verzeichnete diese Messe markant höhere Besucherzahlen. Mit Drohnen-Rennen oder Drift-Show entwickelt sie sich immer mehr zu einer Erlebnisausstellung», sagt Nicolo Paganini. Insgesamt planen die Olma-Messen 105 bis 115 Veranstaltungen.

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