ST.GALLEN: Mädchen von Armeehund verletzt

Am CSIO in St.Gallen hat ein Hund der Armee ein fünfjähriges Mädchen angefallen. Weder der Veranstalter noch die Armee kommentieren den Vorfall. Die Militärjustiz ermittelt.

Alexandra Pavlovic/Simon Roth
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Der ausgebildete Armeehund, der das Mädchen attackierte, ist ein Malinois, eine Varietät des Belgischen Schäferhundes. (Bild: Getty (Symbolbild))

Der ausgebildete Armeehund, der das Mädchen attackierte, ist ein Malinois, eine Varietät des Belgischen Schäferhundes. (Bild: Getty (Symbolbild))

Ein fünfjähriges Mädchen ist am St.Galler CSIO am Donnerstagabend von einem Armeehund verletzt worden. Das Kind erlitt dabei eine blutige Wunde am Arm und musste ins Spital ein­geliefert werden.

Die Veterinärdienst- und Armeetierrekrutenschule 57 der Schweizer Armee ist am CSIO mit einem Stand vertreten. Täglich auf dem Programm stehen Pferde- und Militärhundevorführungen. Die Vorführung am Donnerstag begann gemäss Zeitplan um 16.45 Uhr. Zur Hundeattacke kam es aber erst später. Gemäss einem Augenzeugen spielte gegen 19.30 Uhr ein Mädchen am Stand der Armee, als es "gnadenlos mehrmals in den Arm gebissen wurde". Eine andere Augenzeugin berichtet lediglich von einer 2 Zentimeter langen Wunde am Arm des Kindes. Das Mädchen sei noch vor Ort notversorgt worden. Danach wurde es ins Spital gebracht und konnte dieses am späteren Abend bereits wieder verlassen.

Hund zur Abklärung zum Tierarzt gebracht

Beim Tier soll es sich um einen professionell ausgebildeten Armeehund handeln. Dass der Malinois, ein Belgischer Schäferhund, dem Mädchen in den Arm gebissen haben soll, wird von offizieller Seite nicht bestätigt. Die Organisatoren des CSIO haben Kenntnis vom Vorfall. Sprecher Roman Gasser bestätigt dies auf Nachfrage. Darüber hinaus äussert er sich nicht. Ebenso wenig die Armee. Wie Mediensprecher Daniel Reist sagt, will man aus Rücksicht auf das Opfer dazu nichts sagen. Nur so viel: "Kein Tier ist vor solchen Reaktionen gefeit." Der Hund sei zur Abklärung zum kantonalen Tierarzt gebracht worden. Wo sich das Tier aktuell befindet, entziehe sich seiner Kenntnis. Wie es zum Biss kommen konnte, sei Gegenstand laufender Ermittlungen. Man wolle erst die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten und nicht vorgreifen. Ohnehin äussere man sich im Falle eines hängigen Verfahrens nicht.

Mit dem Fall befasst sich nun die Militärjustiz. "Die Militärpolizei ist mit der Beweisaufnahme beauftragt", sagt Frank Zellweger, Mediensprecher der Militärjustiz. Diese kommt zum Zug, wenn Angehörige der Armee in einen Vorfall involviert sind. Im aktuellen Fall der Hund.