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ST.GALLEN: Ja, ich will es mir leisten

An der 23. Fest- und Hochzeitsmesse können Besucher Bogen schiessen oder Bloggerinnen ausfragen. Für homosexuelle Paare sieht das Angebot noch nicht so rosig aus.
Chris Gilb
Auch die Wahl der Frisur gehört zur Hochzeitsvorbereitung. An der Messe können Besucher testen, welche am besten passt. (Bild: Ladina Bischof)

Auch die Wahl der Frisur gehört zur Hochzeitsvorbereitung. An der Messe können Besucher testen, welche am besten passt. (Bild: Ladina Bischof)

ST.GALLEN. Die Schweiz ist ein Hochzeitsland. Laut wedmap.ch geben heiratswillige Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich 27 000 Franken für ihre Hochzeit aus. Im Jahr 2014 hielten die Schweizer Ehen im Schnitt 15 Jahre; das sind fast drei Jahre mehr als noch 1994. Prozentual die drittmeisten Personen heirateten 2014 im Kanton St. Gallen. Anfang November wird nun St. Gallen wieder zum Schweizer Zentrum der Hochzeitsbranche.

Bereits zum 23. Mal findet auf dem Olma-Areal die Fest- und Hochzeitsmesse statt, dieses Jahr am 5. und 6. November. Über 200 Anbieter aus diversen Bereichen zeigen dort, was alles zu einer richtigen Hochzeit dazugehören kann – vom passenden Blumengesteck über das bezaubernde Kleid bis zum entsprechenden Geschenk für die Gäste. Auch diverse Sonderschauen rund ums Heiraten werden gezeigt, darunter eine mit einem Rahmenprogramm, das besonders auf Männer zugeschnitten ist. «Es ist ein Fakt, dass das Messethema eher Frauen anspricht», sagt Messeleiterin Maja Stuber.

Hochzeitsbräuche in anderen Ländern

Als Teil der Sonderschau «Hochzeitsbräuche in Schottland» wird eine Whiskydegustation angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, sich im Bogenschiessen zu messen. «Es ist ein neues Konzept an unseren drei Hochzeitsmessen in St. Gallen, Basel und Zürich, Sonderschauen zu Hochzeitsbräuchen in anderen Ländern zu zeigen», sagt Stuber. Während dies in St. Gallen der schottische Brauch ist, erleben die Besucherinnen und Besucher in Zürich und Basel, wie in Indien oder Russland eine traditionelle Vermählung abläuft. «Einerseits geht es bei diesen Schauen um den Unterhaltungswert. Zum Beispiel wird gezeigt, wie es aussieht, wenn Personen im Kilt heiraten. Anderseits tragen wir dem Umstand Rechnung, dass die Gesellschaft multikultureller ist», sagt Stuber. Deshalb spielten hierzulande bei der Hochzeit auch Bräuche aus anderen Ländern eine Rolle.

Eine weitere Premiere an der diesjährigen Messe ist der Besuch zweier bekannter Hochzeitsbloggerinnen: Die deutsche Chris Libuda und die Schweizerin Karin Näf geben auf ihren Blogs «deinhochzeitsblog.com» und «stylehaeppchen.ch» regelmässig Anregungen, wie eine Hochzeit unvergesslich werden kann. In St. Gallen werden sie über ihre Tätigkeit berichten und den Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung stehen. «Wir beobachten, dass diese Hochzeitsblogs für die jüngere Generation wichtige Informationskanäle sind», sagt Maja Stuber. Bei der diesjährigen Hochzeitsmesse werden also unter anderem Whiskyliebhaber und digitalaffine speziell auf ihre Kosten kommen.

Sensibilisierte Anbieter gesucht

Für eine weitere Zielgruppe unter den Heiratswilligen sieht es noch nicht so rosig aus: für homosexuelle Paare. «Es ist mir ein grosses Anliegen, dass auch homosexuelle Paare sich im Messeangebot wiederfinden», sagt Stuber. Deshalb würden Besucher der kommenden Hochzeitsmessen in Zürich und der übernächsten Messe in Basel auch online eine Liste von Messeteilnehmern finden, die sensibilisiert für ihre Anliegen seien. «Es sollte natürlich nicht passieren, dass sich eine Frau Anzüge ansieht und sie der Standbetreiber fragt, wo denn ihr Mann sei.» In St. Gallen steht ein solches Angebot noch nicht zur Verfügung. In der Ostschweiz gebe es in diesem Bereich gesellschaftlich noch gewisse Vorbehalte, sagt Stuber.

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