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Unterwegs am St.Galler Skatecontest: «Skaten ist keine Frage des Geschlechts»

Am Skatecontest in der St.Galler Kreuzbleiche zeigte die Skaterszene ihr Können: Waghalsige Sprünge und irre Tricks. Auch immer mehr Frauen wagen sich in St.Gallen auf das Skateboard. Die Skater finden es «easy».
Raphael Rohner

Strahlend blauer Himmel über der St.Galler Kreuzbleiche. Laute Beats und Riffs wehen vom Skatepark über das Feld. Schon mehrere Strassen weiter sieht man Skater in Richtung Park pilgern. Hippe junge Männer mit Dächlikappe gegen hinten und freche Girls, die bei Rot lässig über die Kreuzung fahren. Im Skatepark in der Kreuzbleiche ist an diesem Samstag der Teufel los: Am jährlichen stattfindenden Skatecontest stehen rund 60 Skaterinnen und Skater am Start und messen sich vor einer Jury in der Sportart.

«Seit Jahren eine krasse Skaterstadt»

In St.Gallen werden die Fahrerinnen und Fahrer von rund 300 Zuschauern angefeuert. Auffallend viele davon sind selber mit dem Skateboard da. Für den Sprecher und Mitveranstalter des Skatecontests, Wolfi Wanner, ist das ein schönes Zeichen: «St.Gallen ist schon seit Jahren eine krasse Skaterstadt. Das sieht man schon am Interesse der Zuschauer.» Vor allem die jüngeren Skater schinden bei den Kindern enormen Eindruck.

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Skatecontest in St.Gallen begeistert die Massen

Immer mehr Frauen wagen sich auf das Skateboard

Auf der Strasse vor dem Skatepark zeigt ein Vater seiner knapp 10-jährigen Tochter, wie man mit dem Rollbrett fährt und schiebt sie an. Sie lacht und zeigt auf einen Jungen, kaum älter als sie, der auf der Strasse einen Kickflip versucht. Mit ihrem Interesse für das Skateboard ist die 10-Jährige aber nicht allein. Unter den Skatern finden sich immer mehr junge Frauen, die um die Gunst der Zuschauer eifern. Wanner, der selber Skateboard-Kurse anbietet, bestätigt das: «Der Trend aus Kalifornien ist in St.Gallen angekommen. Auch die Frauen trauen sich je länger, je mehr aufs Board.»

Eine der Skaterinnen am St.Galler Contest ist die 22-jährige Chantal. Die St.Gallerin skatet seit ihrer Kindheit: «Skaten ist für mich, wie Surfen auf dem Wasser. Es befreit, man kann Frust abbauen und es gibt mir ein tolles Gefühl.» Warum immer mehr Frauen skaten sei für sie keine Frage des Geschlechts. Eigentlich sollten viel mehr Frauen skaten. «Die haben es genauso drauf, wie die Männer. Man muss sich nur trauen», sagt Chantal.

Wichtig für Community: Auftritte von Frauen

Das Publikum in St.Gallen gibt Chantal Recht. Die Skaterinnen begeistern die Besucher gleichermassen wie ihre männlichen Kollegen. «Es ist erstaunlich, was diese Girls drauf haben. Sie sehen zwar brav aus, aber auf dem Brett gehen sie wortwörtlich steil», so ein Skater aus dem Publikum. Auch andere Fahrer sehen den jungen Frauen gerne zu. Wie etwa Manuel Rüegg aus St.Gallen: «Es ist einfach ungewohnt, wenn Mädchen so Tricks machen.»

Starke Auftritte wie jene von Chantal seien aber wichtig für die Community und auch für die Anfänger, findet Fabian Martin. «An so einem Contest schauen viele Leute zu und wollen dann vielleicht auch mit Skaten beginnen.» Wenn sich hier nun eine Frauen-Skaterszene in St.Gallen entwickle, sei das doch beeindruckend.

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