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ZWISCHENNUTZUNG: Leere Ladenlokale mit Leben füllen

Leere Ladenlokale sind heute auch in der Altstadt Alltag. Anziehungspunkt fürs Publikum sind sie aber keinesfalls. Darum plant das Projekt «Zukunft St. Galler Innenstadt» konkrete Gegenmassnahmen.
Reto Voneschen
Endgültiger Ausverkauf und ein bereits leeres Ladenlokal an der St. Galler Kugelgasse. (Bild: Benjamin Manser (2. März 2018))

Endgültiger Ausverkauf und ein bereits leeres Ladenlokal an der St. Galler Kugelgasse. (Bild: Benjamin Manser (2. März 2018))

Reto Voneschen

reto.voneschen

@tagblatt.ch

Der Präsident eines städtischen Quartiervereins hat sie vor seiner diesjährigen Hauptversammlung gezählt, die leer stehenden Geschäfte in der Innenstadt. Er ist auf gegen vierzig Lokale gekommen, die zu haben sind. Darunter sind auch solche an absolut guten Lagen. Diese Momentaufnahme des Spätwinters zeigt ein Pro­- ­­b­lem, das das «Einkaufszentrum Innenstadt» zunehmend belastet. Geschäfte verschwinden aufgrund der allgemeinen Probleme, mit denen der Detailhandel derzeit in allen Schweizer Städten zu kämpfen hat, und Nachfolgelösungen lassen auf sich warten. Das erhöht die Attraktivität des verbleibenden Ladenangebots nicht wirklich: Wer flaniert denn schon gerne vor leeren Schaufenstern.

Eine allseits unbefriedigende Situation

Den Eigentümer leerstehender Läden wäre natürlich am liebsten, wenn sie neue und attraktive Dauermieter finden würden. Solche gibt’s zwar auch, aber lange nicht mehr sofort und für jede Vakanz. Und das liegt nicht nur an generell sehr hohen, jetzt aber im Sinken begriffenen Ladenmieten. Auch erschwingliche Lokale, die sich nicht an Toplagen befinden oder von den Räumen her etwas komplizierter sind, bleiben leer, weil für sie schlicht und ergreifend die Nachfrage fehlt. Für die Stadt, den Detailhandel und letztlich die Kundschaft ist die Situation unbefriedigend. Auch vor der Perspektive, dass sich diese Entwicklung derzeit eher zu beschleunigen, denn abzubremsen scheint.

Konkret geht jetzt das Projekt «Zukunft Innenstadt» das Thema der leerstehenden Ladenlokale an. Wenn man solche nicht langfristig füllen kann, versucht man, darin Zwischennutzungen zu installieren. Dabei kann es sich genauso um einen zeitlich befristeten Auftritt von Kunstschaffenden handeln wie um ein Start-up, das sich vorstellen will, oder eine Trendmarke, die in einem Popup-Store ein neues Produkt lanciert. Um das Interesse und die Möglichkeiten für solche Zwischennutzungen auszuloten, hat die städtische Standortförderung Mitte Februar einen Fragebogen an die Grundeigentümer in der Innenstadt verschickt. Rund die Hälfte von ihnen hat bis Anfang März geantwortet, was für eine solche Umfrage eine sehr hohe Rücklaufquote darstellt.

Die Interessenten zusammenbringen

Das Interesse an Zwischennutzungen bei den Grundeigentümern sei tatsächlich «grösser als erwartet», bestätigte Laura Cortese von der Standortförderung gestern auf Anfrage. Detailliertere Resultate werden am Forum «Zukunft St. Galler Innenstadt» vom 4. April (siehe Zweittext) vorgestellt.

Das Ziel der Bemühungen ist klar: Um Zwischennutzungen zu fördern und damit die Innenstadt zu beleben, wollen Stadt und Gewerbe Instrumente schaffen, um Vermieter und Mieter zusammenzubringen. Zwei beispielhafte Raumangebote finden sich seit einiger Zeit im Internetauftritt von «Zukunft Innenstadt» – eines am Marktplatz 24 und eines in einem Neubau an der Unterstrasse 12. In Arbeit ist zudem eine Hinweisliste, die Vermietern und Zwischenmietern von Ladenlokalen helfen soll, eine Zwischennutzung möglichst effizient abzuwickeln.

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