Zwergrassen sind im Trend

Die Jungtierschau des Kleintierzüchtervereins Rorschach stiess am Wochenende trotz oder wegen des schlechten Wetters auf reges Interesse.

Peter Beerli
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rorschach. Bei der Zucht von Kaninchen und von Geflügel liegen derzeit die Zwergrassen im Trend. Die Züchterinnen und Züchter können so den strengen Forderungen des Tierschutzes nach Grösse gerechten Ställen und Boxen besser nachkommen. Das zeigte sich am Wochenende an der Jungtierschau des Kleintierzüchtervereins Rorschach. Auf dem Ausstellungsareal unterhalb der «Seerose» in Rorschacherberg wurden in fünfzehn Boxen rund neunzig Kaninchen und Hühner gezeigt, wurde aber auch in ein für junge und ältere Menschen interessantes Hobby eingeführt.

Präsident Heinz Baumgartner freute sich, dass kürzlich ein 14jähriger als neuer Jungzüchter in den Verein aufgenommen werden konnte. «Wir züchten auf Wirtschaftlichkeit», sagte Kaninchen-Obmann Jules Wüst, welcher dem Verein seit über dreissig Jahren angehört. Das heisst, dass auf gutes Fleisch und schöne Pelze besonderer Wert gelegt wird. Das Fleisch ist als Braten oder Ragout geschätzt, aus Pelzen werden Mützen, Jacken und Mäntel gefertigt.

Die Besucherinnen und Besucher, welche sich trotz anhaltenden Regenwetters zahlreich einfanden, dachten aber nicht in erster Linie an gute Fleischgerichte oder schöne Pelzmäntel. Sie freuten sich vor allem am niedlichen, erst wenige Wochen alten Nachwuchs an Kaninchen und Kücken, unter welchen die Holländer Haubenhühner oder die Zwerg-Nackthalshühner besonders zu ergötzen wussten. Dann kehrten sie in der warmen Züchterstube ein, wo sie fleissig konsumierten und Lose kauften.

Am Wetter störten sich übrigens die Menschen mehr als die gezeigten Tiere. Diesen sind kühle Temperaturen lieber als heisse, sofern sie in ihren Boxen einen trockenen Platz finden, was an der Ausstellung bei der «Seerose» überall der Fall war.