Zweiter Wahlgang für den fünften Stadtratssitz: Partizipation als Wahlargument für Adam und Pappa

Jeder Eingriff, jede Veränderung im Stadtbild mag für den Verursacher als Fortschritt in der architektonischen Landschaft gelten.

Maria Huber-Kobler Stadtparlamentarierin Cvp Hüttenwiesstrasse 48, 9016 St. Gallen
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Bild: Maria Huber-Kobler Stadtparlamentarierin CVP Hüttenwiesstrasse 48, 9016 St. Gallen

Bild: Maria Huber-Kobler Stadtparlamentarierin CVP Hüttenwiesstrasse 48, 9016 St. Gallen

Jeder Eingriff, jede Veränderung im Stadtbild mag für den Verursacher als Fortschritt in der architektonischen Landschaft gelten. Wie werden aber Gestaltungen vom Bewohner eines Quartiers wahrgenommen? Je nach sozialer und kultureller Herkunft werden verschiedene Aspekte einen Planungsprozess beeinflussen. Mit dem partizipativen Vorgehen in der Gestaltung von Bahnhof Nord, St. Fiden und Marktplatz gibt die Baudirektion allen Interessierten eine Chance mitzudenken. Wer dies unterstützt, übernimmt auch gerne Verantwortung für seine Umgebung. Die Gestaltung der gebauten Umwelt kann nur dann die Lebensqualität der Bewohner verbessern, wenn sie von diesen auch als positiv empfunden wird. Der Stimmbürger verlässt sich aber auch auf bezahlbare Lösungen. Grosse Projekte in der Direktion Bau und Planung sind nun aufgegleist und zum Teil in fortgeschrittenem Stadium. Mit klaren Informationen wird der partizipative Weg Lösungen bringen. Ein Wechsel in der Direktion im jetzigen Zeitpunkt wäre falsch, würde verzögern und verunsichern, gerade auch, weil die Erfahrung gezeigt hat, dass die Bauverwaltung ein sehr heikler, schwieriger Bereich ist. Ich gebe daher am 27. November Patrizia Adam meine Stimme.

Partizipation sieht anders aus

In den Leserbriefspalten wird Patrizia Adam derzeit oft für ihre partizipative Arbeit gelobt. Es sieht jedoch eher so aus, dass die Bauverwaltung nur dann das Gespräch mit der Bevölkerung sucht, wenn der Druck zu hoch wird. So zum Beispiel beim Bahnhof Nord.

Beim Neubau der Tagesbetreuung im Lachen-Quartier jedoch wurde das Quartier und die betroffene Bevölkerung nicht angehört und vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Stadtrat hat entscheiden, dass die Tagesbetreuung für die beiden Schulhäuser Schönenwegen und Feldli aus finanziellen Gründen zusammengefasst werden soll. Auf dem Buckel unserer Kinder wird gespart. Die Bauverwaltung hat anhand dieser Vorgabe im stillen Kämmerlein verschiedene Standorte für den Neubau im Lachen-Quartier geprüft und sich also auch aus finanziellen Gründen für die Sömmerliwiese entschieden. Weil sich das Quartier zu Recht zur Wehr setzt und einen anderen Standort fordert, wird das Projekt unnötig verzögert.

Ich begrüsse sehr, dass die Stadt St. Gallen die Tagesbetreuungen ausbaut. Gerade das Lachen-Quartier braucht gute Infrastrukturen für Kinder, die auf familienergänzende Betreuung angewiesen sind. Die Angehörigen der Tagesbetreuungen leisten unbestreitbar eine enorm wichtige Arbeit.

In den Stadtrat wähle ich Politikerinnen, die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt ernst nehmen. Patrizia Adam hat mich in dieser Frage sehr enttäuscht, deshalb wähle ich Maria Pappa. Eine Frau, die auf Menschen zugeht und deren Anliegen ernst nimmt!

Gespür, Humor und Offenheit

Vor vier Jahren wurde ich zusammen mit Maria Pappa ins St. Galler Stadtparlament gewählt. Ich nehme für mich in Anspruch, mich schnell und gut ins politische Geschehen der Stadt eingearbeitet zu haben. Maria Pappa aber – als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission ist das unabdingbar – arbeitete sich mit einem enormen Engagement in die GPK-Geschäfte ein, so dass ich nach kurzer Zeit nur noch staunen konnte, worüber sie schon alles Bescheid wusste. Sie setzte sich von Anfang an für eine gerechte Gesellschaft, gute Bedingungen für die städtischen Angestellten oder für Anliegen der sozial Schwächeren ein. Chancengerechtigkeit ist für sie nicht bloss ein Wort, es ist Konzept.

Dies alles, das weiss ich, wird Maria Pappa auch als Stadträtin weiterhin tun. Sie wird ihre Meinung vertreten, auch wenn sie unbequem ist. Sie wird sich schnell ins neue Metier einlesen und einarbeiten. Und sie wird rasch den Überblick in ihrer Direktion haben und den Lead übernehmen. Sie wird mit ihrer Intelligenz, ihrer Kompetenz, ihrem Gespür, ihrem Humor und ihrer Offenheit Farbe und Glanz in unseren Stadtrat bringen.