Zwei Generationen unterrichtet

Über 2500 Schülerinnen und Schülern dürfte Roland Stehli Sportunterricht erteilt haben. Nach 30 Jahren an der Maitlisek wurde er nun pensioniert.

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Roland Stehli Pensionierter Sportlehrer Maitlisek Gossau (Bild: pd)

Roland Stehli Pensionierter Sportlehrer Maitlisek Gossau (Bild: pd)

GOSSAU. Nach über 30 Jahren an der Gossauer Maitlisek ist Roland Stehli Ende Januar altershalber in den Ruhestand getreten. Er hatte seine Tätigkeit an der Schule 1984 aufgenommen und in der langen Zeit einer ganzen Generation von Schülerinnen den Wert sportlicher Ertüchtigung und Freude an der Bewegung auf den Lebensweg mitgegeben, wie die Maitlisek mitteilt. «In den letzten Jahren kamen Schülerinnen zu mir ins Turnen, deren Mütter ich bereits unterrichtet hatte. So merkt man, wie man älter wird», lässt sich der gebürtige Zürcher Oberländer zitieren.

Noch nicht schulmüde

«Ich bin eigentlich alles andere als schulmüde», so der Pensionär. Er sei sich sicher, dass er die Schule vermissen werde. Aber nun freue er sich auch auf die Zeit für Unternehmungen, etwa fürs Skifahren. «Man weiss ja nie, wie viele Jahre man noch bei guter Gesundheit geniessen kann.» Natürlich verspüre auch er gewisse Abnützungserscheinungen und nicht mehr dieselbe Energie wie zu Beginn seiner Gossauer Jahre: «Mit dem Alter benötigt man einfach mehr Erholung.»

Per Zufall nach Gossau

Es war ein Zufall, der Roland Stehli aus Mönchaltorf nach seiner Ausbildung zum Turn- und Sportlehrer an der ETH Zürich nach Gossau führte. Die Primarschule hatte 1977 ein grösseres Pensum ausgeschrieben und der 24jährige Studienabgänger erhielt die Stelle. Dort habe er, spontan, offen, schlagfertig und humorvoll, sehr viele Leute kennengelernt, mit denen er bis heute freundschaftlich verbunden sei, wie es in der Mitteilung heisst. «Ich fühlte mich in Gossau sofort sehr wohl.» Nach drei Jahren heuerte er als Sportlehrer beim Club Intersport an: «Im Sommer ging's zum Surfen und Tennisspielen in den Süden, im Winter konnte ich als begeisterter Skifahrer mein Hobby in wunderbaren Skigebieten als Beruf ausüben. Aber Sportanimateur kannst du nicht dein Leben lang sein.»

1984 zurückgeholt

Im September 1984 erhielt Roland Stehli das Angebot, als Turnlehrer nach Gossau zurückzukehren an die Maitlisek: «Allerdings stellte ich mir vor, nur ein paar wenige Jahre zu bleiben, weil ich noch andere Pläne hatte. Dass es meine Lebensstelle werden würde, daran hätte ich nie im Traum gedacht.» Anfänglich besass Roland Stehli an der Maitlisek ein Vollpensum. Nach der Reduktion von drei auf zwei Parallelklassen pro Jahrgang gab es weniger Lektionen und so erteilte er später auch Turnunterricht an der Sekundarschule Rosenau. Über 2500 Kinder dürfte er in diesen Jahren im Turnen unterrichtet haben; mit seiner lebensfrohen, humorvollen Art fand Roland Stehli bis zuletzt den Zugang zu den Schülerinnen und Schülern. (pd/jw)

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