Zwei Frauen wollen es wissen

Wo drückt die Rorschacherberger der Schuh? Die Gemeinderatskandidatinnen Silvia Kühne und Karin Fischer wollen das herausfinden – an einem Bürgerdialog. Dieser findet am kommenden Dienstagabend erstmals statt.

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Lancieren einen Bürgerdialog: Die Rorschacherberger Gemeinderatskandidatinnen Karin Fischer (links) und Silvia Kühne. (Bild: pd)

Lancieren einen Bürgerdialog: Die Rorschacherberger Gemeinderatskandidatinnen Karin Fischer (links) und Silvia Kühne. (Bild: pd)

RORSCHACHERBERG. Seit vier Jahren sitzt Silvia Kühne-Naef im Gemeinderat. Um einen Sitz in diesem Gremium bewirbt sich neu die Schulrätin Karin Fischer. Beide Frauen gehören der CVP an. Gemeinsam lancieren die beiden einen Bürgerdialog, im Rahmen dessen sie herausfinden möchten, was die Rorschacherberger beschäftigt.

Dialog als Ideenlieferant

Die beiden Frauen werden sich dafür einsetzen, dass diese Plattform auch nach den Wahlen bestehen bleiben und von der Gemeinde betrieben wird. Denn die Erfahrung im Gemeinderat habe sie gelehrt, «dass Politiker in erster Linie die Bürgerinteressen zu vertreten haben», sagt Silvia Kühne. Und Karin Fischer ergänzt: Die Interessen der Bürger erfahre man nur, wenn man mit der Bevölkerung in einen Dialog tritt.

«Was in Rorschacherberg fehlt, ist eine Plattform ausserhalb von Wahlen, Abstimmungen und der Bürgerversammlung, an der sich die Bürgerinnen und Bürger direkt an die Politiker richten können», sagt Gemeinderätin Silvia Kühne. Zusammen mit Karin Fischer will sie diesen Mangel beheben mit dem Bürgerdialog. Dieser findet erstmals am Dienstag, 21. August, von 19.30 bis 21 Uhr im Haus zum Seeblick statt.

Silvia Kühne ist überzeugt, dass mit einem Bürgerforum viele Unstimmigkeiten zwischen Behörden und Bürgern zukünftig vermieden werden können. Denn: Ein Dialog zwischen Behörden und Bevölkerung könne das Vertrauen stärken. Zudem könne eine solche Begegnungsmöglichkeit dem Gemeinderat als Ideengeber dienen. «Viele gute Ideen schlummern in den Köpfen unserer Bürger», ist Silvia Kühne überzeugt. «Es liegt in der Verantwortung der Behörden, diese ernst zu nehmen. Mit dem Bürgerdialog wollen wir dazu beitragen.»

Kein Wahlkampf-Gag

Karin Fischer betont, dass der Bürgerdialog kein Wahlkampf-Gag sei. In Zukunft soll mehrmals jährlich ein Austausch stattfinden – «jeweils von der Gemeinde organisiert», sagt Karin Fischer und ergänzt, dass es denkbar sei, einen Dialog-Abend durch andere Interessengruppen organisieren zu lassen. Sie und Silvia Kühne denken dabei an das Gewerbe, die Schule oder Vereine. Die Verantwortung müsse aber bei der Gemeinde liegen. (pd/mb.)

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