ZUSATZKREDIT: Bogenstrasse teurer als veranschlagt

Die Eigentrassierung für die VBSG-Busse und neue Stromleitungen an der Bogenstrasse kosten zehn Prozent mehr, als die Planer rechneten.

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Das Stadtparlament hatte im Februar 2014 für das Projekt Bogenstrasse einen ersten Verpflichtungskredit von 1,185 Millionen für die Nettobaukosten der Eigentrassierung des öffentlichen Verkehrs und einen zweiten in der Höhe von 393000 Franken für die Erneuerung der Elektrizitätsversorgung gesprochen. Die nun vorliegende Abrechnung weist gemäss Stadtrat eine Kreditüberschreitung von 157000 Franken aus, was knapp zehn Prozent sind. In der Ausführungsplanung habe sich gezeigt, dass die Wurzelwerke einiger Bäume an der Bogenstrasse höher lagen und sich horizontal weiter ausbreiteten, als angenommen worden war, begründet der Stadtrat die Kostenüberschreitung. Einerseits habe mit geringfügigen geometrischen Anpassungen des Strassenrandes ein zusätzlicher mächtiger Baum gerettet werden können; dies habe indessen zu Mehraufwendungen bei den Arbeiten an den Baumwurzeln und zu Anpassungen der Entwässerung und des Aufganges zur Kreuzbleichehalle geführt. Anderseits hätten leichte Höhenanpassungen an die Militärstrasse den Ersatz des gesamten Strassenoberbaus zur Folge gehabt, schreibt der Stadtrat.

Zudem hätten in den beiden Kreuzungsbereichen zur St. Leonhard-Strasse und zur Burgstrasse zusätzliche und vor allem grössere Anpassungen an Randanschlüssen, Belägen und Markierungen vorgenommen werden müssen, als vorgesehen und im Kostenvoranschlag (KV) eingerechnet worden war.

Stützmauer musste abgetragen werden

Zwischen Herbst 2014 und Sommer 2015 hatte die Stadt für brutto rund 1,9 Millionen Franken die Bogenstrasse ausgebaut. Hauptziel war es, stadteinwärts eine separate ÖV-Spur zu erstellen, damit der Bus beim Einbiegen in die St. Leonhard-Strasse im Stossverkehr nicht mehr regelmässig hängen bleibt. Nebenbei wurde die Abzweigung für Autos vom Autobahnanschluss Kreuzbleiche her in die Bogenstrasse neu gebaut. Mit Steinen gefüllte Drahtkörbe wurden in dem Zusammenhang durch eine Stützmauer ersetzt. Dadurch entstand eine unübersichtliche Verkehrssituation. Diese verunsicherte Fussgänger und Autofahrer. Sie musste daher wieder korrigiert werden.

Vor der Verbreiterung des Abzweigers aus der St. Leonhard- in die Bogenstrasse war die Situation am Fussgängerstreifen zwischen der Reithalle und der Bushaltestelle Rosenbergstrasse übersichtlich. Dass eine neue Stützmauer gebaut wurde, hatte die Stadt mit denkmalpflegerischen und damit letztlich mit ästhetischen Aspekten begründet. Die «fein strukturierte Stützmauer» werde «den denkmalpflegerischen Anforderungen weit besser gerecht» als die alte Lösung, hatte es seitens der Stadt geheissen. So sei auch das Vorgelände der Reithalle «möglichst als ebenes Podest» bestehen geblieben. Dafür war gemäss Stadt allerdings eine Mauer von knapp zwei Metern nötig. Trotz Lichtsignal nahmen aber viele Autofahrer und Fussgänger die Situation wegen der stark eingeschränkten Sichtverhältnisse als ungenügend und gefährlich wahr. Daher wurde die Mauer wenig später etwas abgetragen. Dadurch sollten «die Sichtweiten» wieder deutlich besser werden. Zudem wurde für die Fussgänger ein Spiegel angebracht.

Diese baulichen Massnahmen kosten gemäss früheren Angaben des Tiefbauamtes rund 8000 Franken. (dwi/vre)