ZUSAMMENARBEIT: Hotel wird zum Campus

Die Universität St. Gallen geht eine Partnerschaft mit dem Hotel Einstein ein. Künftig will die Hochschule noch mehr Seminare im Hotel abhalten.

Elisabeth Reisp
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Hildegard Fässler (Universitätsrätin), Michael Vogt (Hoteldirektor), Ulrike Landfester (Prorektorin), Kuno Schedler (Prorektor) und Martin Huser (Universitätsrat) vor der Tafel «Campus E». (Bild: PD)

Hildegard Fässler (Universitätsrätin), Michael Vogt (Hoteldirektor), Ulrike Landfester (Prorektorin), Kuno Schedler (Prorektor) und Martin Huser (Universitätsrat) vor der Tafel «Campus E». (Bild: PD)

Die Universität bildet jährlich rund 5000 Personen weiter. An den oft mehrtägigen Seminaren und Kongressen haben die Teilnehmenden gemäss Universitätsbericht im Jahr 2013 13 Millionen Franken in der Region ausgegeben. Zudem generierten die Seminare und Kongresse in der Stadt und in der Region 33500 Logiernächte. Gemäss Angaben der Universität entspricht das fast einem Fünftel aller Logiernächte in der Stadt und der Region. Damit es künftig noch mehr werden, sind die Universität und das Hotel Einstein eine Kooperation eingegangen.

Zu wenig Platz im eigenen Weiterbildungszentrum

Seit gestern prangt daher eine Tafel an der Fassade, die das Hotel nun auch als Campus E bezeichnet. Das E steht für Einstein, und «Campus» lässt keine Zweifel offen, dass das Kongresszentrum nun zumindest zu einem kleinen Teil zur Universität am Rosenberg gehört. Genau dort hat die Uni allerdings bereits ein Weiterbildungszentrum.

Doch nicht nur die reguläre Universität platze aus allen Nähten, sagte Kuno Schedler, Prorektor Forschung, an der gestrigen offiziellen Bekanntgabe der Partnerschaft. Auch der Weiterbildungsbetrieb stosse platzmässig an seine Kapazitätsgrenzen. Daher seien immer wieder Seminare und Kongresse ausserhalb, beispielsweise direkt am Flughafen, durchgeführt worden, sagte Schedler. Das eigentliche Ziel sollte aber sein, den Kongressstandort St. Gallen zu stärken. Ein weiterer Vorteil sei die zentrale Lage des Hotels gegenüber jener des Weiterbildungszentrums am Rosenberg. «Hier sind wir in der Stadt, unmittelbar beim Unesco-Weltkulturerbe und mit Ausgehmöglichkeiten», sagte Schedler.

«Eine Win-win-Situation für Hotel und Uni»

Die Universität mietet sich nicht im Kongresszentrum ein, kann dort aber in Zukunft Kongresse zu Sonderkonditionen abhalten. Für Michael Vogt, General-Manager des Hotel Einsteins, eine Win-win-Situation. Das Hotel habe bezüglich Kongressauslastung noch etwas Luft, und mit Uni-Kongressen im Haus steige sicherlich auch die Zahl der Übernachtungen.

Elisabeth Reisp

elisabeth.reisp

@tagblatt.ch

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