Zurück zu den Wuga-Wurzeln

Viele haben sie vermisst, dieses Jahr kommt die Wuga zurück. Im Mittelpunkt der Ausstellung soll wieder Gewerbe statt Unterhaltung stehen. Die Standpreise werden gesenkt, die Flächen verkleinert. Und: Das Festzelt verschwindet.

Linda Müntener
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Die Macher der Wuga 2015 (v.l.): Philipp Rutz, Patrick Trochsler, Guido Boltshauser, Ramon Bräm, Urs Stadler, Andreas Grüter, Andrea Stadler, Andreas Breu, Markus Lüchinger und Peter Hürlimann. (Bild: zVg)

Die Macher der Wuga 2015 (v.l.): Philipp Rutz, Patrick Trochsler, Guido Boltshauser, Ramon Bräm, Urs Stadler, Andreas Grüter, Andrea Stadler, Andreas Breu, Markus Lüchinger und Peter Hürlimann. (Bild: zVg)

GOLDACH. Irgendetwas fehlt. Diesen Satz hat Ramon Bräm während der Adventszeit in Goldach oft gehört. Es fehlte die Wuga. Nach sechzig Jahren gab es 2013 und 2014 am ersten Adventswochenende in Goldach keine Weihnachts- und Gewerbeausstellung. Nach dieser zweijährigen Pause füllt sie nun vom 26. bis 29. November wieder die Wartegghalle. Und zwar mit einem neuen Konzept. «Wir wollen zurück zu den Wurzeln», sagt Ramon Bräm, Vize-Präsident des OK. Das Gewerbe soll wieder im Mittelpunkt stehen.

Hoffen auf 50 bis 60 Stände

Damit dies gelingt, krempelt das Organisationskomitee einiges um. «Die Standpreise werden massiv gesenkt», sagt Bräm. Dadurch sollen auch kleine Betriebe die Chance bekommen, sich zu präsentieren – etwa ein «Lismerlädeli», das für 780 Franken eine Standfläche von sechs Quadratmeter für die viertägige Ausstellung mieten könne. Das OK hofft auf 50 bis 60 Stände. Eine Zahl, die in den jüngsten Wuga-Jahren bei weitem nicht erreicht wurde. «Die Standflächen werden nun zwar verkleinert, dafür schaffen wir Platz für eine grössere Vielfalt», sagt Bräm. Ausserdem soll die Ausstellung wieder weihnachtliches Flair dank passender Dekorationen erhalten.

Denn vorweihnachtliche Stimmung herrschte in den vergangenen Jahren oft einzig am Adventsmarkt vor der Halle. Auf diesen verzichtet das OK allerdings. Grund: Eine Woche vor der Wuga, am 21. und 22. November, findet erneut der grosse Weihnachtsmarkt auf der Sportanlage Kellen statt. Er wurde im November erstmals durchgeführt und von der Raiffeisenbank Goldach gesponsert. Die Wuga wird 2015 mit diesem Markt eingeläutet. «Der Ort ist ideal für eine besondere Stimmung.» Am Donnerstagabend folgt die offizielle Eröffnung der Wuga und der beliebten Wuga-Bar.

Festwirtschaft in der Halle

Nicht nur der Adventsmarkt, auch das grosse Festzelt auf der Wiese nebenan verschwindet aus dem Konzept. Somit wird das Unterhaltungsprogramm stark eingeschränkt. «Wenn etwa eine Musikgesellschaft auf der Bühne spielte, war das Festzelt nur halb voll», begründet Bräm. Der Unterhalt des 400-Personen-Zeltes verursachte zudem hohe Kosten. Eine Rechnung, die für das OK nicht mehr aufgeht. So wird die Festwirtschaft genauso wie die «Cüplibar» künftig in die Wartegghalle integriert. «Die Festwirtschaft nimmt etwa einen Viertel der gesamten Hallenfläche ein.» Gänzlich auf ein Unterhaltungsprogramm verzichten will das OK aber nicht. Erste Besprechungen laufen.

Neu ist 2015 nicht nur das Konzept, sondern auch das OK. Neben Vizepräsident und Hallenchef Ramon Bräm wirken OK-Präsident Andreas Grüter, Kassier Patrick Trochsler sowie Aktuar Peter Hürlimann mit. Die Tombola organisiert Philipp Rutz, den Bereich Werbung übernimmt Andreas Breu. Urs Stadler ist für den Bereich Bau zuständig, Andrea Stadler für die Bar sowie Dekoration und Markus Lüchinger für die Sicherheit.

Keine Konkurrenz mehr

Die Wuga findet fortan im Dreijahresrhythmus statt. Eine bewusste Entscheidung, denn auch die Rorschacherberger Gewerbeausstellung findet alle drei Jahre statt – ein Jahr zur Wuga verschoben. So entsteht keine Konkurrenz. Das war früher anders: «In den Jahren, in denen die Rorschacherberger Ausstellung gleichzeitig zur Wuga lief, erhielten wir kaum Anmeldungen», sagt Bräm. Die übernächste Wuga findet also 2018 statt, passend zum 100-Jahr-Jubiläum des Goldacher Gewerbevereins.

Zuerst einmal aber laufen die Vorbereitungen für die diesjährige Wuga. Kommende Woche versendet das OK eine erste Tranche Anmeldungen an die Goldacher Gewerbler. Danach folgen Einladungen an weitere Betriebe aus der Umgebung.