Zur Institution entwickelt

Die Regio Appenzell AR-St. Gallen-Bodensee besteht seit fünf Jahren. Sie sehe sich als Dienstleister für Gemeinden, Wirtschaft und Bevölkerung, sagt ihr Präsident Thomas Scheitlin.

Claudia Schmid
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Regio-Geschäftsleiter Rolf Geiger erklärt den Gästen an der Jubiläumsfeier, wie sich die Organisation entwickelt hat. (Bild: Urs Bucher)

Regio-Geschäftsleiter Rolf Geiger erklärt den Gästen an der Jubiläumsfeier, wie sich die Organisation entwickelt hat. (Bild: Urs Bucher)

Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik versammelten sich am Donnerstagabend in ehemaligen Zollikofer-Druckerei an der Fürstenlandstrasse, um das kleine Jubiläum der Regio Appenzell AR-St. Gallen-Bodensee zu feiern. «Die Regio ist ein kompliziertes Gebilde. Verständlich kann es eigentlich nur Eingeweihten sein», erklärte Geschäftsleiter Rolf Geiger in seinen Begrüssungsworten.

Eingespielte Zusammenarbeit

Das Leitungsgremium ging auf Projekte und Ziele der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein. Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin bezeichnete das Agglomerationsprogramm der «Regio» als eines der erfolgreichsten in der Schweiz: «Dazu beigetragen hat vor allem die gute und eingespielte Zusammenarbeit über Kantons- und Gemeindegrenzen hinweg.» Die «Regio» sei in erster Linie ein Dienstleistungsbetrieb, der den Bodenseeraum «mit viel Professionalität» weiter bringen wolle.

Wissenstransfer

Der St. Galler Stadtpräsident ging auch auf den Ort der Veranstaltung ein. Er erinnerte daran, dass in der Industriebrache das Technologie- und Innovationszentrum «Feld 3» entsteht. Es biete die Gelegenheit, sich direkt und persönlich mit Spezialisten aus der Wirtschaft, mit Forschern der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt), mit Wissenschaftern der Hochschulen und mit Machern der Kreativwirtschaft auszutauschen. Für Priska Ziegler, Präsidentin der Wirtschaft St. Gallen-Bodensee liegt die Stärke der Organisation in der Vernetzung von Politik und Wirtschaft. «Unsere Plattform ermöglicht das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen zu Themen, die uns alle beschäftigen», sagte sie. So sei es gelungen, dass sich das St. Galler Kantonsparlament für eine verbesserte Erreichbarkeit der Region einsetze. Davon profitiere der ganze Wirtschaftsraum.

«Regio» wird gerne beigezogen

Die Organisation habe sich innert fünf Jahren zu einer anerkannten Institution entwickelt, erklärte Michael Götte, stellvertretender Präsident der «Regio». «Sie hat sich bei unterschiedlichsten Fragestellungen in den Bereichen Regional- und Standortentwicklung als Kompetenz-Drehscheibe etabliert und wird deshalb bei komplexen Fragestellungen gerne beigezogen.»

Expo 2027 als Chance sehen

Martin Heller präsentierte die Visionen und Ideen des Wettbewerbteams rund um die geplante Schweizer Landesausstellung in der Ostschweiz. Er ist Berater für die Vorbereitung der Expo 2027 und ehemaliger künstlerischer Direktor der Expo 02. Aus dem Publikum gab's viele Fragen an ihn. Unter anderem wollte man wissen, wie es gelingen könne, bei der Abstimmung zur Durchführung der Expo die vielen Skeptiker zu überzeugen. Wichtig sei, die Leute überzeugend wissen zu lassen, dass die Landesausstellung eine grosse Chance für die gesamte Region bedeute, betonte Martin Heller.