Zum Weltrekord gerührt

Das grösste Rührei der Welt kommt aus St. Gallen. Eine Gruppe von Armutsbetroffenen hat den Rekordversuch am 17. Oktober 2009 unternommen. Kürzlich gab es Guinness-Post aus London.

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Viele Köche: Das Riesenrührei in der St. Galler Marktgasse. (Bild: Hannes Thalmann)

Viele Köche: Das Riesenrührei in der St. Galler Marktgasse. (Bild: Hannes Thalmann)

st. gallen. 10 000 Eier, Milch, Butter und Gewürz – und das Ganze in einer Riesenpfanne lange rühren: So entstand am 17. Oktober 2009, am Tag der Armut, das grösste Rührei der Welt. Am Schluss waren es 514 Kilogramm Rührei. Die Pfanne war allerdings nie auf einer Waage: Das Gewicht musste aus dem Volumen und dem spezifischen Rührei-Gewicht errechnet werden. Gewährspersonen und eine Videodokumentation garantierten, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Denn die Initianten, die Mitglieder der Flawiler Selbsthilfegruppe «Stutz ufwärts», hatten von Anfang im Sinn, ihren Weltrekordversuch bei Guinness einzureichen.

«Largest scrambled egg»

Nun ist aus London ein Zertifikat mit der Aufschrift «Guinness World Records» eingetroffen. Dies geht aus einer Medienmitteilung der evangelischen Kantonalkirche hervor. Darauf werde samt einem farbigen Logo und einem silbrigen Siegel bestätigt, dass sie in St.

Gallen «the largest scrambled egg» hergestellt hätten, sagte Marlise Schiltknecht von der Kantonalkirche, welche die Gruppe «Stutz ufwärts» coacht.

Allerdings: Es werde auch festgehalten, dass damit nicht automatisch ein Eintrag im «Guinness- buch der Weltrekorde» verbunden sei. Für die Armutsbetroffenen von der Gruppe «Stutz ufwärts» sei die Bestätigung aus London trotzdem ein Aufsteller und die Erfahrung habe sie zusammengeschweisst, sagt Schiltknecht.

Eier und Pfanne von Sponsoren

Die Mitglieder von «Stutz ufwärts» haben den Rekordversuch selber auf die Beine gestellt. Dazu gehörte auch, Sponsoren anzufragen. Diese wurden auch gefunden: Sowohl die Eier wie auch die Riesenpfanne mit vier Metern Durchmesser wurden zur Verfügung gestellt. Daneben musste auch ein Zelt organisiert werden und das Rührei verkauft werden.

Hintergrund der unter der Federführung von «Avenir social» Caritas und der Arbeitsstelle Diakonie der evangelischen Kantonalkirche laufenden Aktion war, zu zeigen, dass «mittellose Menschen nicht auch sozial schwach sein müssen». (kl)

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